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Fachschule für Sozialwesen in Ziegenhain erfolgreich zertifiziert

Zertifikat FS 2017

Bildungsgutscheine können eingelöst werden

Am 01. Dezember 2017 wurde die Fachschule für Sozialwesen (Fachrichtung Sozialpädagogik) am BerufschulCampus Schwalmstadt erneut durch die fachkundige Stelle TQCert als bundesweit anerkannte Bildungseinrichtung für berufliche Weiterbildungsmaßnahmen nach der AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifiziert. Die Zertifizierung ermöglicht es KursteilnehmerInnen Bildungsgutscheine einzureichen, die sie zuvor von der Arbeitsagentur bzw. dem Jobcenter für eine Weiterbildungsmaßnahme erhalten haben. Der Bildungsgutschein ist eine Zusicherung, dass die Kosten für die Weiterbildung übernommen werden.

Bereits im Dezember 2014 wurde durch einen externen Auditor geprüft, ob die Fachschule für Sozialwesen in Ziegenhain die Anforderungen der AZAV erfüllt. Ein wesentliches Kriterium für die Zertifizierung ist dabei der Nachweis eines Qualitätsmanagementsystems, das sicherstellt, dass die Qualität der Ausbildung erhalten bleibt und ständig verbessert wird. Weitere Inhalte sind die Unterstützung der KursteilnehmerInnen bei der Arbeitssuche, der Nachweis, dass eine Evaluierung durch Teilnehmerbefragungen vorgenommen wird, die Marktnähe der Ausbildungen sowie stabile Kooperationen mit Praxiseinrichtungen. Auch das Audit in 2017 war erfolgreich und ohne Auflagen - die hohe Qualität der Ausbildung ist also bis 2019 bestätigt. Nach Abschluss des Audits wurden die Zertifizierungsurkunden für die Fachschule ausgestellt.

Die Qualität der Ausbildung wird durch jährlich stattfindende interne und externe Audits überprüft und gewährleistet. Der BerufschulCampus in Ziegenhain wird dieses Niveau auch in Zukunft sicherstellen.

Über die erneute Zertifizierung freut sich auch Schulleiter Ralf Klinder. Er lädt alle Männer und Frauen, die mit dem Gedanken spielen Erzieherinnen oder Erzieher zu werden ein, Kontakt mit der Schule aufzunehmen. Die Fachschule für Sozialwesen bietet noch freie Ausbildungsplätze für das kommende Schuljahr; durch die Zertifizierung auch für Quereinsteiger mit Bildungsgutscheinen. Weitere Informationen zur Ausbildung können auf der Homepage (www.berufsschule-schwalmstadt.de) abgerufen - oder in einem persönlichen Gespräch erfragt werden (06691/ 6051 - Frau Staufenbiel).

Junge Menschen im Hospiz

spa hospiz 2017

Sterben und Tod -  darüber wird meist nur von älteren und kranken Menschen gesprochen. Diesmal war es Thema für junge Sozialassistenten, die ihre Erstausbildung am BerufsschulCampus in Schwalmstadt-Ziegenhain absolvieren und sich für den Schwerpunkt Pflege entschieden haben.

Drei Tage in der Woche verbringen die Schülerinnen und Schüler in Kliniken, Altenheimen oder Wohngruppen für Menschen mit Handicap. Sie pflegen und betreuen Patienten und Bewohner, bauen eine Beziehung zu ihnen auf. Freude entsteht, wenn sich der Gesundheitszustand verbessert, sie erleben aber auch, wenn Komplikationen auftreten oder sich der Zustand lieb gewonnener Menschen verschlechtert. Die angehenden Sozialassistentinnen und Sozialassistenten äußerten deshalb den Wunsch, sich mit dem Thema „Tod und Sterben“ auseinanderzusetzten. Dieser führte sie ins Hospiz nach Gilserberg, wo sie in beeindruckender Weise erfahren konnten, wie es den Mitarbeitern gelingt, die letzte Lebensphase eines Menschen würdevoll und schmerzfrei zu gestalten. Frau Schmidt, Mitarbeiterin des Hospizes, gab einen informativen Einblick in die Arbeit und vermittelte authentisch, dass sie gerne Zeit an dem Ort verbringt, der eine echte Bereicherung für den Schwalm-Eder-Kreis ist.

Sozialassistenten vor dem Hospiz Gilserberg im Garten der Erinnerung

„Es war schon komisch, in einem Haus zu sein, wo Menschen sterben“, resümieren die Schülerinnen und Schüler am Ende des Tages, merken gleichzeitig aber auch an, dass „viel positive Energie spürbar“ war. Überraschend war auch, wie individuell auf die Wünsche der Gäste eingegangen wurde und dass die Angehörigen miteinbezogen werden. Eine der Schülerinnen fand den Garten des Hospizes besonders schön, „denn dort bleibt von jedem Menschen ein Stein als Erinnerung zurück“. Der Hospizbesuch wurde im Unterricht von Gero Schlemmer intensiv reflektiert. Nach seiner Einschätzung gibt es keine Patentlösungen im Umgang mit dem Tod, aber er hält es immer für hilfreich, über seine Gefühle zu sprechen, gerade wenn sie zunächst als belastend empfunden werden – und dies war im Unterricht möglich, in dem auch mal Tränen fließen dürfen. „Im Hospiz konnten wir lernen, dass der Tod zum Leben gehört, jeder Tag kostbar ist und auch der letzte Lebensabschnitt gut gestaltet und begleitet werden kann“, lautet das einhellige Fazit der Sozialassistentinnen und Sozialassistenten. Bei den Schülern bleibt „Respekt, vor den Leuten, die im Hospiz arbeiten.“

Für Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss, die einen pflegerischen oder medizinischen Beruf anstreben, bietet die Ausbildung zum Sozialassistenten eine gute Grundlage, die Orientierung und vielfältige Erfahrungen im sozialen Bereich ermöglicht. Fragen zur Ausbildung beantworten Frau Staufenbiel und Herr Schlemmer vom BerufsschulCampus Schwalmstadt, 06691-6051.

http://joomla.berufsschule-schwalmstadt.de/index.php/sozialpaedagogik/sozialassistenz

https://ep.etmedien.de/bkbackoffice/getcatalog.do?catalogId=146069#page_12

Ziegenhainer Fachschule besucht die gerichtsmedizinische Ambulanz in Gießen

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Am vergangenen Freitag besuchten 48 Berufspraktikanten der Fachschule für Sozialwesen aus Ziegenhain das Forensische Konsil Gießen (FoKoGi), um sich über die Arbeit der rechtsmedizinischen Ambulanz zu informieren. Hierbei handelt es sich um ein niedrigschwelliges Angebot für Personen, die von Gewalt betroffen sind. Verletzungen werden dort ärztlich versorgt und dokumentiert, ohne dass ein direkter Kontakt zur Polizei aufgebaut wird. Diese Dokumentation gewaltbedingter Verletzungen kann im Fall einer späteren Anzeige vor Gericht verwendet werden.

Mit Hilfe zahlreicher Fallbeispiele zeigte Frau Ohrwärther, Assistenzärztin des Instituts für Rechtsmedizin, den Unterschied zwischen einmaligen Verletzungen infolge von Unfällen und absichtlich herbeigeführten, wiederholten Misshandlungen an Kindern auf. Die angehenden Fachkräfte aus Ziegenhain erhielten Einsicht, wie Verletzungen durch Verbrennungen, Verbrühungen, sexuelle Gewalt oder durch Einwirkung von Gegenständen sichtbar werden, aber auch Informationen darüber, welche Auswirkungen das Schütteln von Säuglingen bzw. Kindern hat und durch welche körperlichen Reaktionen und Signale dies erkannt werden kann. Unterschieden wurden sturztypische, spieltypische sowie lagerungstypische Verletzungen. Auch die Vernachlässigung von Kindern wurde thematisiert. Frau Ohrwärther zeigte ebenfalls auf, wie Erzieherinnen und Erzieher bei Verdachtsfällen von Mißbrauch reagieren und vorgehen sollten.

Das Angebot der rechtsmedizinischen Ambulanz in Gießen gibt es seit 2014. Untersucht wurden seitdem 240 Gewaltopfer, hauptsächlich betroffen waren dabei Kinder im Alter zwischen 2 und 6 Jahren - Zahlen und Fallbeispiele, die bei den angehenden Fachkräften für große Bestürzung sorgten und unter die Haut gingen.

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