Ausflug zur Deka in Frankfurt

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Am 26.05.2015 sind wir, die Berufsschulklasse 10Bank der Berufsschule in Ziegenhain, nach Frankfurt gefahren, um die Deka in Frankfurt zu besichtigen.

Die Deka ist das Wertpapierhaus der Sparkassen und eines der größten in Deutschland und in Frankfurt hat sie ihren Hauptsitz. Die Deka verwaltet rund 4 Millionen Depots und ist somit eines der größten Wertpapierhäuser Deutschlands.

Der Ausflug startete am Bahnhof, von dem aus wir den Zug nach Frankfurt nahmen. Dort angekommen, hatten wir noch etwas Zeit, die genutzt werden konnte, sich die Stadt anzusehen. Da das Hochhaus der Deka selbst von weitem nicht zu übersehen ist, schafften es alle pünktlich zum Treffpunkt.

Unsere Führung wurde von Herrn Bubenzer geleitet, der uns in den ersten Stock in einen Konferenzsaal führte. Dort hielt er uns einen kurzen Vortrag über die Deka, in dem er uns das Unternehmen und deren Tätigkeiten vorstellte.
Die DekaBank sei das Wertpapierhaus der Sparkassen. Gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bilde sie die Deka-Gruppe. Als zentraler Dienstleister bündele sie Kompetenzen in Asset Management und Bankgeschäft – als Vermögensverwalter, Finanzierer, Emittent, Strukturierer und Depotbank. Mit Total Assets von rund 220 Mrd. Euro (Stand: Ende 2014) sowie rund vier Millionen betreuten Depots sei die Deka-Gruppe einer der größten Wertpapierdienstleister in Deutschland.

Besonders stolz sei man bei der Deka auf die Auszeichnungen, die man im Jahr 2014 erhalten habe. Dies sei zum einen der Capital-Fonds-Kompass, bei dem die Bank von der Zeitschrift Capital mit der Bestnote von 5 Sternen bewertet wurde, zum anderen habe die DekaBank verschiedene Auszeichnungen für Investmentfonds bei den Euro-Funds-Awards erhalten und sei von dem Magazin Focus Money als Kundenliebling ausgezeichnet worden. Auch das aktuelle Thema der Nachhaltigkeit werde von der DekaBank sehr ernst genommen, was an diversen Investments des Unternehmens zu erkennen sei.

Nach dem Vortrag von Herrn Bubenzer machten wir eine kurze Pause, in der wir uns an dem vorbereiteten Buffet bedienen durften und besichtigten daraufhin das Archiv, welches früher der Tresorraum gewesen sei. Dort hörten wir noch einen Vortrag über das Archiv und sahen uns drei verschiedene Werbefilme der DekaBank aus verschiedenen Zeiten an.

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In dem Vortrag erfuhren wir, dass die Dokumente, die im Archiv gesammelt werden, teilweise schon aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg stammen. Um diese angemessen und haltbar lagern zu können, müsse in dem Archiv ein optimales Klima herrschen, das die Dokumente auf Dauer nicht beschädige. Aufbewahrt werden beispielsweise alte Werbebroschüren und Geschäftsberichte, die sich von damals zu heute im Umfang sehr stark differenzieren. Heute seien diese Berichte um ein Vielfaches umfangreicher.

Wichtige Stationen in der Geschichte der Deka seien die Gründung im Jahr 1918 unter dem Namen „Deutsche Girozentrale“, die Gründung der „Deka Deutsche Kapitalanlagegesellschaft mbH“ 1956, die Gründung der Despa Deutschen Sparkassen Immobilien-Anlage-Gesellschaft mbH 1967, Gründung der DekaBank 1991 in Luxemburg und die Fusionierung der DekaBank GmbH mit der DGZ im Jahre 1999, was letztendlich zur heutigen DekaBank geführt hat. Im Jahr 2011 wurde die Deka dann zu 100% von den Sparkassen übernommen.

Die drei Filme, die uns gezeigt wurden, veranschaulichen, wie sich das Bild der Deka und ihr öffentliches Auftreten geändert hat. Im ersten und ältesten Film wird die Arbeit der Mitarbeiter gezeigt, die sich an der Börse treffen, um Informationen auszutauschen und die neueste Technik nutzen, um den anderen immer einen Schritt voraus zu sein. Der zweite Film fokussierte sich auf den Kundennutzen. Ein Mann fährt mit seinem neu erworbenen Sportwagen, ein Kind spielt fröhlich in dem zugehörigen, neuen Haus. Das Motto ist die Verwirklichung der finanziellen und materiellen Wünsche des Kunden, welche durch die Deka möglich gemacht werden können. Der dritte und neueste Film spielt mitten in der Stadt, unterlegt von pulsierender Musik, die den Rausch der Zeit symbolisieren soll. Das gibt der Werbung einen modernen Charakter. Ein Mann fährt mit dem Fahrrad durch die Stadt und erzählt dem Zuschauer, was die Deka macht und wie gut die Mitarbeiter ausgebildet sind („Experten“). Am Ende verändert sich die Musik und klingt fröhlich und hoffnungsvoll, während der Mann auf dem Fahrrad seine Fahrt beendet und dem Zuschauer einen Besuch bei seinem Berater in der Sparkasse empfiehlt, damit er sich beraten lassen kann und mehr Informationen und Einblicke in das Thema und die zahlreichen Möglichkeiten erhält, die man durch die Deka geboten bekommt.

Nachdem wir noch einige Fragen gestellt haben und Herr Bechtel seine Faszination für die Arbeit der Archivarinnen bekundete, sind wir mit dem Fahrstuhl in den 44. und damit höchsten Stock gefahren.

Dort konnten wir uns einen guten Überblick über die Stadt verschaffen und die Aussicht genießen. Als wir uns den Raum, in dem auch Vorträge und Schulungen abgehalten werden, genauer angesehen haben, stellten wir fest, dass dort einige Kunstwerke hingen. Herr Bubenzer erklärte, dass diese vorrangig von noch jungen Künstlern gekauft werden, da man darauf spekuliere, dass die Werke im Laufe der Zeit eine Wertsteigerung erfahren würden. Dann gingen wir in einen großen Konferenz-Saal, der auch NATO-Raum genannt wird, weil die Weltkarte an der Wand an die der NATO erinnert. Dort war ein riesiger, runder Tischkreis zu sehen, wie er auch bei besonderen Sitzungen in der Politik verwendet wird. Jeder Stuhl hatte ein Mikrofon und einen Bildschirm vor sich, was für uns Schüler sehr beeindruckend war und die Wichtigkeit der Sitzungen in dem Saal unterstreicht.

Nach der Besichtigung des Stockwerks sind wir alle zusammen in einem Fahrstuhl, in dem auch ein nicht sehr begeistert aussehender (vielleicht hochrangiger?) Angestellter stand, nach unten gefahren. Einige Schüler bekamen starken Druck auf die Ohren, was an der Schnelligkeit des Fahrstuhls lag. Unten angekommen haben wir uns alle ganz nett bei unserem Besichtigungsführer bedankt und sind für eine Stärkung in das Blockhouse gegangen. Dort gab es Steak, Burger und andere leckere Sachen.

Nachdem wir dort fertig waren, sind einige nochmal in die Stadt, der Rest Heim gefahren. So ging ein sehr spannender, informativer und interessanter Ausflug zu Ende.

Eibe/BzB-Klassen erkunden die Fritz Winter Eisengießerei in Stadtallendorf

Betriebsbesichtigung Winter 13.05

Am 13.05.15 machten sich die Eibe/BzB-Klassen gemeinsam mit ihren drei Klassenlehrern und den Sozialpädagoginnen Frau Sopart und Frau Brähler auf den Weg nach Stadtallendorf, um mit der Eisengießerei Fritz Winter einen der größten Arbeitgeber der Region und die größte konzernunabhängige Gießerei Europas zu besichtigen.

Am Werksgelände angekommen wurden wir durch Herrn Höhn freundlich in Empfang genommen und zunächst mit Schutzhelmen, Schutzbrillen und langen Kitteln eingekleidet, so dass alle Teilnehmer/ -innen sicher das Werk besichtigen konnten. Herr Höhn informierte uns in einer kurzweiligen Präsentation über die Kennzahlen des Unternehmens, wie die Anzahl der Mitarbeiter, den Jahresumsatz, die verfügbaren Ausbildungsstellen und weitere interessante Informationen. Außerdem erläuterte er den Schülerinnen und Schülern sehr anschaulich den Produktionsprozess des Unternehmens von der Schmelzung, über die Herstellung von Kernen, das Arbeiten in der Formmacherei, bis hin zur Fertigung und Endbearbeitung.

Im Anschluss besichtigten wir in vier Kleingruppen das Werk. Wir bekamen einen sehr genauen Einblick in die einzelnen Produktionsschritte. Besonders beeindruckend für die Schülerinnen und Schüler war hierbei der Schmelzprozess zur Herstellung von Flüssigeisen an den Hochöfen, bei dem die Schülerinnen und Schüler die enorme Hitzeentwicklung zu spüren bekamen. Nach ca. 1 ½ Stunden Werksbesichtigung kamen alle vier Kleingruppen wieder am Seminarraum an und machten bei kühlen Getränken eine kurze Pause, bevor wir uns mit dem Zug auf den Rückweg nach Schwalmstadt machten.

Abschließend ist zu betonen, dass einige Schülerinnen und Schüler nach der interessanten und imposanten Besichtigung sehr gewillt waren eine Bewerbung an Fritz Winter zu schicken. Daher und aufgrund der hohen Aufmerksamkeit der Gruppe war die Betriebsbesichtigung sehr gelungen und wird mit den Klassen der berufsvorbereitenden Bildungsgänge sicherlich in den nächsten Jahren wiederholt.

Auslandsjahr in Deutschland - Fremdsprachenassistentin unterstützt Englischunterricht

katrina700

Als ich entschieden habe, mein Auslandsjahr in Deutschland zu verbringen, hatte ich keine Ahnung, was mich erwartet. Ich habe mir keine Vorstellungen davon gemacht, weil, trotz meines Interesses für die Sprache und Kultur,  ich noch niemals in Deutschland war - außer für ein Wochenende als ich fünfzehn war.

Ich komme aus Bangor in Nordirland und studiere Deutsch und Französisch in der St. Andrews Universität, in Schottland. Als Fremdsprachenstudentin hatte ich die Möglichkeit, in einer Schule eines anderen Land zu arbeiten. Wenn man sich als British Council Fremdsprachenassistent bewirbt, kann man keinen Ort auswählen. Es ist deshalb eine Überraschung, wo man hingehen wird. Erst Anfang des vergangenen Sommers erfuhr ich, dass ich neun Monate von September 2014 bis Mai 2015 an der Berufsschule in Schwalmstadt arbeiten wurde. Darauf hin konnte ich ein bisschen recherchieren.

Ich habe ein paar Dinge gelernt, die mich ermutigt haben. Ich freute mich, dass Schwalmstadt so eine interessante Geschichte hat, insbesondere in Verbindungen mit der Reformation und den Märchen der Brüder Grimm. Was mich beunruhigte, war der Akzent und die Ländlichkeit der Gegend – was, wenn mich niemand verstehen könnte und es nichts zu tun gäbe?

Als ich in Schwalmstadt angekommen bin, dachte ich, dass es wie ein Märchen aussieht. Die Leute in der Schule und auch der Stadt waren sehr nett, und ich fand, dass ich sie eigentlich verstehen konnte (außer wenn sie Schwälmisch sprachen - das habe ich noch nicht hingekriegt).

Das Britische Konsulat organisiert das Fremdsprachen-Assistenzprogramm in Großbritannien. Sie schicken Leute als Englischassistenten in viele Länder, wie Frankreich, Spanien und China. Es gibt eine Verbindung mit dem Pädagogischen Austasuchdienst (PAD) in Deutschland und sie haben ein Austauschprogramm gegründet. Als Fremdsprachenassistent hilft man an einer Schule, Englisch zu unterrichten. Schüler sollen inspiriert werden, sich für Großbritannien zu interessieren, sodass sie nicht nur Englisch lernen, weil sie eine Prüfung schaffen müssen. Deshalb habe ich über britsicher Kultur, Geschichte und Eigenheiten unterrichtet. Ich habe Filme und Bücher empfohlen, um Kenntnisse zu erweitern, sodass die Schüler wissen, dass man Englisch zu Hause lernen kann und dass Sprachenlernen Spaß machen kann - nicht nur Grammatikaufgaben und Vokabeln, sondern auch das Kennenlernen einer Kultur.

Ich arbeite gern in der Berufsschule. Ich mag es, Dinge über eine andere Kultur zu lernen und ich bringe gern meine eigene Kultur mit ein.  Ich glaube man muss mit einen Muttersprachler sprechen, wenn man eine Sprache wirklich lernen will. Dadurch kann man hören, wie sie eigentlich gesprochen wird und über Land und Leute die Sprache lernen. Um meinen Job noch besser zu machen, habe ich mich als UK-German Connection Ambassador beworben. Mit der Schule in Basingstoke (England) konnte eine Partner-Schule für uns, die Beruflichen Schulen Schwalmstadt, gefunden werden, und wir haben Karten zum Weihnachten getauscht, sowie Musik und Bücher. Wir haben auch eine Facebook-Gruppe hergestellt, um besser miteinander zu sprechen und Videos usw. zu teilen.

Ich werde sehr traurig sein, Schwalmstadt zu verlassen. Ich freue mich, Freunde, Familie, und sogar das Meer wiederzusehen, aber ich werde das ruhige Leben, das ich hier in Schwalmstadt habe, vermissen, sowie die guten Freunde, die ich hier gefunden habe.

Den beruflichen Alltag immer im Blick - Experten unterrichten Ziegenhainer Sozialpädagogen

Schwalmstadt – Die 62 angehenden Erzieher der Fachschule für Sozialpädagogik Ziegenhain an den Beruflichen Schulen Schwalmstadt, die im Sommer ihre Ausbildung beenden, haben sich in der vergangenen Woche in Ziegenhain zu ihren obligatorischen Blocktagen getroffen. In dieser theoretischen Unterrichtseinheit – wichtiger Bestandteil des dritten Ausbildungsjahres, in dem die Schüler der Fachschule in Kindergärten, Jugendhilfeeinrichtungen oder Behindertenheimen arbeiten – haben die Teilnehmer sich vor allem mit der Frage beschäftigt, wie sie ihr im Unterricht erlerntes Wissen in der praktischen Arbeit einsetzen können. Externe Referenten, unter anderem der Jugendhilfe-Einrichtungen Stiftung Baiserhaus aus Rengshausen und Kindervilla Vita aus Niederaula, erläuterten die in vielen Einrichtungen verwendete Therapieform der „Systemischen Arbeit“ und erarbeiteten mit den Erziehern den „Traumapädagogischen Ansatz“.

Vor allem die Tatsache, dass die Experten immer den beruflichen Alltag der Erzieher im Blick hatten, stieß bei den 55 Frauen und sieben Männern des Abschlussjahrgangs auf großes Interesse. „In lockerer und offener Weise haben die Referenten uns immer gezeigt, welche Relevanz die erarbeiteten Inhalte für unseren Alltag in den sozialpädagogischen Einrichtungen haben“, sagt Katrin Dittel. Die 21-jährige Schwalmstädterin arbeitet während ihres Abschlussjahres in einem städtischen Kindergarten in Schwalmstadt-Treysa. Für Referentin Claudia Vach, die in einem Workshop gemeinsam mit den angehenden ErzieherInnen sang, ist die Praxisorientierung der schulischen Angebote im Anerkennungsjahr für den Erfolg der Ausbildung unerlässlich. „Wichtig ist allerdings nun, dass die Teilnehmer der Blocktage das Erlebte in ihren beruflichen Alltag integrieren“, erklärt Vach, die vielfach Chöre leitet und hauptamtlich als Jugendarbeiterin im ev. Gesamtverband Lichtenfels-Eisenberg arbeitet. Die Erzieherinnen und Erzieher, die zwischen 19 und 32 Jahren alt sind und aus dem gesamten nordhessischen Raum stammen, nahmen zudem Angebote zu den Themen Geocaching und Schwarzlichtheater sowie zum hessischen Bildungs- und Erziehungsplan und zur gewaltfreien Kommunikation wahr. „Das Besondere an diesem Angebot ist die gelungene Kooperation der Lernorte Schule und Praxis“, betont Frau Inge Kasper, Abteilungsleiterin in den Beruflichen Schulen Schwalmstadt und zuständig für die Fachschule Sozialpädagogik. „Die Referentinnen und Referenten aus der Praxis ermöglichen den Erzieherinnen und Erziehern durch ihr Angebot einen Einblick in aktuelle Arbeitsweisen und Themen und tragen dadurch entscheidend zur Qualität der Ausbildung bei.“

Die Ausbildung zur staatlich geprüften Erzieherin dauert drei Jahre. Die ersten beiden Jahre verbringt der Auszubildende an der Fachschule für Sozialpädagogik in Ziegenhain – mit Ausnahme von mehreren Praktika mit einer Gesamtdauer von zwölf Wochen. Das dritte Ausbildungsjahr arbeitet der angehende Erzieher in Vollzeit in einer von ihm gewählten Einrichtung. Zugangsvoraussetzung für eine Ausbildung zum Erzieherin ist eine abgeschlossene Ausbildung zur Sozialassistentin oder eine andere einschlägige mindestens zweijährige Ausbildung. Eine weitere Möglichkeit ist eine sog. Feststellungsprüfung, in der die Voraussetzungen der Bewerberin überprüft werden. Der nächste Ausbildungsjahrgang, für den noch einige Restplätze offen sind, beginnt im September. Informationen gibt es bei Inge Kasper unter der Telefonnummer (06691) 6051 oder This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

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