Die Arier-Schultour am BerufsschulCampus Schwalmstadt

arierschultour

Am Dienstag, den 09.12.14, besuchte die Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Filmproduzentin Mo Asumang den BerufsschulCampus Berufliche Schulen Schwalmstadt, um im Rahmen ihrer Schultour ihren mehrfach international ausgezeichneten Dokumentarfilm „Die Arier“ vorzustellen.

Schulleiter Ralf Klinder sagte in seinen Grußworten unter anderem, er wünsche sich, dass die Teilnehmerinnen und -nehmer der Veranstaltung ein Stück weit nachdenklicher über das Thema Rechtsextremismus nach Hause gehen. Nach zwei Durchgängen, mit jeweils acht Klassen der Beruflichen Schulen, lässt sich festhalten, dass diese Erwartung absolut erfüllt wurde.

arierschultour4

Nach einführenden Worten von Frau Asumang, sahen die Schülerinnen und Schüler, sowie Kolleginnen und Kollegen der Schule zunächst den „Arier“-Film, mit dem die Protagonistin Mo Asumang den Zuschauer auf ihre ganz persönliche Reise mitnimmt. Hierbei geht es ihr zunächst darum herauszufinden, was es eigentlich mit dem Begriff „Arier“ auf sich hat. Die Nationalsozialisten verwendeten den Begriff im Rahmen ihrer Ideologie einst für den aus ihrer Sicht reinrassigen Germanen. Aber wo hat der Begriff tatsächlich seinen Ursprung? Und was bedeutet „Arier“ nun wirklich? Ihre Spurensuche führt sie von Naziaufmärschen in Ostdeutschland, über Versammlungen von Burschenschaften, bis in den Iran.

Auf Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit stößt Mo Asumang aber nicht nur in Deutschland. In den USA trifft sie einen Radiokommentator, der seine extreme Rassenideologie öffentlich verbreitet. Und sie spricht mit Vertretern des Ku Klux Klans, die mitunter einen Menschen ermordet haben müssen, um in den berüchtigten rassistischen Geheimbund aufgenommen zu werden.

Hoffnung auf Änderung macht am Ende des Films ein Aussteiger aus der rechten Szene. Dieser berichtet von seinem inneren Wandel von einem überzeugten Neonazi hin zu einer Person, die zunächst begonnen hatte an ihrem Weltbild zu zweifeln und schließlich große Reue zeigt.

arierschultour3

Im Anschluss an ihren Dokumentarfilm stand Frau Asumang den Schülerinnen und Schülern für Fragen zur Verfügung. Ob sie auf den Demonstrationen der Rechtsextremen Angst vor Übergriffen auf sie und ihr Filmteam gehabt habe, wie die Reaktionen auf ihren Film waren, was ihre Intentionen waren, diesen Film überhaupt zu drehen… keine Frage blieb unbeantwortet. Auf sehr persönliche und sympathische Weise erzählte sie auch so manches aus dem Nähkästchen in Bezug auf den Film. Eben über all das was sie recherchierte, wofür aber in der Endfassung kein Platz mehr war. Und über ihre Erfahrungen, die sie außerhalb von Film und Fernsehen mit Rechtsextremismus gemacht hat, zum Beispiel während ihrer Zeit als Taxifahrerin in Berlin.

Am Ende der etwa sechsstündigen Veranstaltung, die Mo Asumang in die Nähe ihrer alten Heimatstadt Kassel brachte, hat sie ihre Botschaft an die Teilnehmer deutlich kommuniziert: Alle Menschen sind gleich. Jeder Einzelne kann etwas gegen Fremdenfeindlichkeit tun. Fortschritte können jedoch nicht mit Hass, Gewalt, Vorbehalten und Provokationen erreicht werden, sondern nur durch Menschlichkeit und Offenheit. In Gruppen sind Rechtsextreme stark. Spricht man sie jedoch persönlich an, reagieren sie häufig verunsichert und ängstlich. Es gelingt Mo Asumang schonungslos, und doch auf einfühlsame und respektvolle Weise, die Absurdität des Weltbildes Rechtsextremer aufzuzeigen. Dies gelingt ihr nicht zuletzt durch ihre große Neugier, ihrem Drang den Dingen auf den Grund zu gehen, wie sie über sich selbst sagt.

Thi/BKor

Die „Arier-Schultour“ am BerufsschulCampus Schwalmstadt

Am Dienstag, den 09.12.14, wird die Moderatorin, Regisseurin, Schauspielerin und Filmproduzentin Mo Asumang im Rahmen ihrer "Die-Arier-Schultour" den BerufsschulCampus Schwalmstadt besuchen.

In ihrem vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm "Die Arier", der in den vergangenen Monaten mehrfach auf verschiedenen Sendern des öffentlich rechtlichen Fernsehens lief, geht Frau Asumang auf Spurensuche nach dem Ursprung und der Bedeutung des Begriffs "Arier", der ursprünglich eine völlig andere Bedeutung hatte als zur Zeit des Nationalsozialismus.

Unter anderem besucht sie im Film Veranstaltungen der NPD, bei denen sie versucht mit verschiedenen Mitgliedern über deren Weltbild und Motive  ins Gespräch zu kommen. Ihre Reise führt sie in die Vereinigten Staaten, wo sie Mitglieder des gefürchteten Ku Klux Klans trifft.

Der Dokumentarfilm beeindruckt vor allem durch die sehr persönliche Annäherung Mo Asumangs an das Thema Rechtsextremismus und ihre durchweg mutige und einfühlsame Art den Dingen auf den Grund zu gehen.

Die Arier-Schultour ermöglicht Schülerinnen und Schülern mit Frau Asumang persönlich über ihren Dokumentarfilm und das Thema Rechtsextremismus ins Gespräch zu kommen.

Mo Asumang stammt aus Kassel und ist Patin im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule erkunden die Universität Kassel

20141118 135812

Im Rahmen eines Projekts dreier Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst erkundeten am 18. November insgesamt 22 Schülerinnen und Schüler der Klassen 12 Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung vom BerufsschulCampus Schwalmstadt die Universität Kassel.

Dieser Hochschulerkundungstag sollte den angehenden Fachoberschulabsolventen die Möglichkeit bieten Einblicke in das studentische Leben zu erhalten, einen Überblick über in Frage kommende Studiengänge, welche die Uni Kassel als nahegelegene Hochschule anbietet, zu bekommen, aber auch den eigenen Wunsch ein Studium aufzunehmen zu hinterfragen.

IMG 3107

Beteiligt waren neben interessierten FachoberschülerInnen aus Schwalmstadt auch eine Klasse 11 Fachoberschule Wirtschaft/Verwaltung der Hans-Viessmann-Schule in Bad Wildungen und eine Klasse 12 Fachoberschule Sozialwesen der Radko-Stöckl-Schule in Melsungen.

Der Informationstag begann um 9 Uhr mit einer Führung über den Campus Holländischer Platz durch einen Mitarbeiter der Uni Kassel. Im Anschluss daran konnten die SchülerInnen aus einem Pool unterschiedlicher Angebote wählen. Die Mehrzahl entschied sich für einen Vorlesungsbesuch in einem der großen Hörsäle der Universität. Es gab aber auch Gelegenheit die Studienberatung aufzusuchen, wo sich die Teilnehmer der Hochschulerkundung beispielsweise über Zulassungsbeschränkungen zu den einzelnen Studiengängen informieren konnten. Außerdem war der Besuch der Mensa im Programm vorgesehen. Abschließend standen mehrere Studenten der Uni Kassel den SchülerInnen für Fragen zum Studium sowie das studentische Leben zur Verfügung und die Erfahrungen des Tages wurden in einem gemeinsamen Abschlussgespräch aller drei Schülergruppen und der begleitenden Lehrkräfte nachbesprochen. Den SchülerInnen wurde hier die Chance gegeben, sich über ihre neu gewonnen Eindrücke und die Organisation des Hochschulerkundungstages auszutauschen.

Schulen unter neuer Flagge - Berufliche Schulen haben ein neues Logo

RZ Logo BS Schwalmstadt web

 

ZIEGENHAIN. Mit einem neuen Logo wollen die Beruflichen Schulen Schwalmstadt nun die Vielfalt ihres Bildungsangebotes präsentieren. Die Entstehung des neuen Markenzeichens war eng an der regionalen Verbundenheit der Schule orientiert, teilte die Schule mit.

Neben dem Titel Berufsschulcampus symbolisieren die Kreissegmente zum einen das vielschichtige Bildungsangebot der vier Fachbereiche, sie spiegeln zum anderen aber auch die Rundungen des über die Region hinaus bekannten Ziegenhainer Wallgrabens wieder. Die Dynamik eines Windrades, bestehend aus den vier symmetrisch verschobenen Kreissegmenten‚ ist Ergebnis eines intensiven Arbeitsprozesses, der professionelle Unterstützung von einem Designbüro fand.

Der Berufsschulcampus Schwalmstadt steht aus ihrer Sicht damit für Verlässlichkeit und Kontinuität und ist gleichzeitig Vorreiter für pädagogische und organisatorische Neuerungen. (syg)

Quelle: HNA vom 22.09.2014

Unterkategorien