Eine Hilfe für besondere Aktionen

SchülerInnen und Lehrer des BerufsschulCampus Schwalmstadt spenden 990 € an den Verein „Unsere Besonderen Kinder“

Schwalmstadt. Die Vorsitzende Barbara Weber war hoch erfreut: Über die Spende an den Verein „Unsere Besonderen Kinder“  in Höhe von 990 € wurde sie erst bei der Scheckübergabe informiert. Eine solche Summe sei  für die Arbeit des Vereins sehr hilfreich.

Der Berufsschulcampus Schwalmstadt hat den Erlös aus dem traditionellen Maronen- und Punschverkauf  beim  Ziegenhainer  Weihnachtsmarkt  zum wiederholten Mal an den Homberger Verein weitergegeben.

Frau Barbara Weber unterstrich, dass der 2001 ins Leben gerufene Verein permanent neue Angebote schaffen will, die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen aus mehr als  40 Familien des gesamten Landkreises zu verbessern. Die Vorsitzende berichtete über Freizeitaktivitäten, die mit  dem Spendenerlös im vergangenen Jahr realisiert werden konnten. Hierzu zählten insbesondere Kinobesuche und ein Ausflug zu einem bekannten Freizeitpark. Weiterhin stand ein spannender Nachmittag auf dem Programm, den SchülerInnen der Berufsfachschule Sozialwesen für Knder und Jugendliche des Vereins gestalteten.

Die aktuelle Spende soll nach den Vorstellungen des Vereins in das Projekt  „Jugendtreff“  einfließen.

Abschließend bedankte sich der Schulleiter Ralf Klinder bei allen Mitwirkenden für ihr  Engagement rund um den Weihnachtsmarkt. Auch zukünftig wollen sich SchülerInnen und Lehrer des BerufsschulCampus Schwalmstadt auf diese Art für den Weihnachtsmarkt engagieren.

Erfolgreiche Elektroniker beenden ihre Ausbildung

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Bild: Die Elektro-Innung Schwalm-Eder sprach die neuen Gesellen frei. Vorne Jan Ritter, Steffen Schubert und Kevin Boppert (v. l. n. r.) Foto: Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder.

Schwalm-Eder. Mit guten Ergebnissen endeten die Gesellenprüfungen der Elektro-Innung Schwalm-Eder in Schwalmstadt. Der Kenntnisstand und die praktischen Fähigkeiten der neuen Gesellen haben überzeugt, erklärte Michael Eul (Schrecksbach) für den Gesellenprüfungsausschuss. Schon in den letzten Jahren waren die Prüfungsergebnisse insgesamt gut ausgefallen. Die beste Prüfung legte Steffen Schubert aus Felsberg (Ausbildungsbetrieb Völske Elektro-Anlagen GmbH, Gudensberg) ab. Die zweitbeste Prüfung legte Jan Ritter, Frielendorf (Bernd Schäfer, Frielendorf) ab. Mit der besten praktischen Prüfung überzeugte Kevin Boppert, Frielendorf (Elektro Rieper, Schwalmstadt). Martin Dippel (Lischeid), stv. Obermeister der Innung, lobte den persönlichen Ehrgeiz der Lehrlinge und gratulierte den Prüflingen zur bestandenen Gesellenprüfung. „Der Gesellenbrief ist ein wichtiger beruflicher Grundstein und ein persönlicher Erfolg“. Dippel appellierte an die neuen Gesellen, sich weiterzubilden. Elektrotechnik sei eine Zukunftstechnologie, die immer bedeutender geworden ist und noch mehr an Wichtigkeit gewinnt, sagte Dippel. Das Berufsbild entwickelt sich stetig weiter und biete Könnern sehr gute Berufschancen. Er dankte den Ausbildungsbetrieben, den Berufsschulen und  auch den Eltern für die aktive Wegbegleitung während der Ausbildung. www.elektro-schwalm-eder.de

Die neuen Gesellen: (In Klammer der Ausbildungsbetrieb)
Max Krüger, Spangenberg (Elektrotechnik Rainer Krüger, Spangenberg); Lars Lieberum, Knüllwald (Stiftung Beiserhaus, Knüllwald); Steffen Schubert, Felsberg (Völske Elektro-Anlagen GmbH, Gudensberg); Jan Philipp Staschik, Malsfeld (Obach Haustechnik GmbH, Melsungen). Kevin Boppert, Frielendorf (Elektro Rieper, Schwalmstadt); Lukas Bruchhäuser, Neuental (Bundeswehr Dienstleistungszentrum, Homberg); Jannick Eul, Schrecksbach (EAB, Schwalmstadt); Tim Kürschner, Schwalmstadt (EAB, Schwalmstadt); Stefan Lang, Oberaula (Reichmann & Schrön GmbH, Oberaula); Jannik Löwer, Borken (H. Volke GmbH, Fritzlar); Domenick Müller, Frielendorf (Alexander Piir, Fritzlar); Jan Ritter, Frielendorf (Bernd Schäfer, Frielendorf); Marcel Strüning, Schwalmstadt (EAB, Schwalmstadt)

Besuch der Autorin Anna Kuschnarowa am BerufsschulCampus

Autorenlesung Januar 2017

Ziegenhain. Auf Initiative von Talia Ay, Schülerin der Sozialassistenten-Klasse 12 SPA-2, besuchte am 24.1. die mehrfach preisgekrönte Jugendbuch-Autorin Anna Kuschnarowa den BerufsschulCampus Schwalmstadt, um aus ihren Büchern vorzulesen und über den ganzen Vormittag mit den Schülern der Sozialassistenz, der Fachschule für Sozialwesen, der Fachoberschule sowie der Berufsfachschule ins Gespräch zu kommen.

Von ganz besonderer Aktualität sind ihre Werke „Kinshasa dreams“, die Geschichte einer Flucht eines jugendlichen Kongolesen sowie „Djihad Paradise“, ein Roman, welcher von der islamistischen  Radikalisierung eines jugendlichen deutschen Paares erzählt. Im Zentrum dieses Werkes steht die Vorgeschichte eines in der Weihnachtswoche vor dem Berliner Einkaufszentrum Alex geplanter – ob letztlich durchgeführt soll hier nicht verraten werden – Terror-Anschlag, der angesichts der realen Ereignisse fast prophetisch anmutet und diesem Werk seine besondere Brisanz verleiht.  In drei Lesungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten erzählte Anna Kuschnarowa sehr freimütig über die sie bewegenden biografischen Bezüge und persönliche Betroffenheit, die immer Auslöser für die von ihr gewählten Themen sind. Gründliche Recherchen in Form von Interviews, Reisen und ein intensives Studium von Fachliteratur ergänzen die Kompetenz der Ägyptologin, deren Bücher nicht nur lebendig und aktuell, sondern auch – oft beklemmend - realistisch und gesellschaftskritisch sind.

Ein wesentliches Merkmal ihrer Bücher ist die Wahl der Perspektive: Immer beleuchtet sie mindestens zwei Sichtweisen, die auf den ersten Blick oft völlig unverständliche Verhaltensweisen – wie als deutsche Jugendliche zum Salafismus zu konvertieren, in den Djihad zu ziehen oder sich trotz mehrfacher Rückschläge immer wieder auf eine lebensgefährliche Flucht zu begeben -  verstehbar machen. Dies geschieht in einer authentischen Sprache, die ohne moralischen Zeigefinger auskommt und zu einer konstruktiv-kritischen Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ausprägungen des Islams und anderen politischen oder gesellschaftlich relevanten Themen auffordert.  Schulleiter Ralf Klinder verwies auf die Einbettung dieser Veranstaltung in das Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Als Schule mit diesem Titel wurde der Besuch von Anna Kuschnarowa vom Kreis gefördert.
(Text: Barbara Rogge Bild: Inka Strobach)

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