Energie sparen und lernen

Im März musste der Neubau wegen erhöhten Asbestwerten vorläufig gesperrt werden (wir berichteten). Mittlerweile sind alle Klassenräume wieder zugänglich, das verbaute Asbest blieb zwar in den Trennwänden, wurde jedoch fachgerecht abgedichtet. „Im Dezember gibt es die nächste Messung, danach ist eine jährliche Messung geplant“, erläutert Schulleiter Karl Weinreich.

Um den Schulalltag so wenig wie möglich zu beeinträchtigen,begannen die Arbeiten im Erdgeschoss. Errichtet wurde das Gebäude seinerzeit in Ständerbauweise. Deshalb war es möglich, die Räume an allen Außenwänden um 60 Zentimeter zu vergrößern. Die angebrachten Betonbalkone an den Treppenhäusern wurden entfernt und neue Dämmschichten aufgebracht. Im kompletten Gebäude sind die Fenster eneuert worden.

In den größeren Klassenräumen konnte ein neues Raumkonzept realisiert werden: „Wir wollten weg vom Hörsaal-Charakter. Stattdessen haben wir uns für eine Möblierung in Form eines offenen Us entschieden“, erklärt Weinreich. Darüber hinaus sind großzügigere Computer- und Physikräume entstanden. Erneuert wurden ebenfalls die Böden, Filz wurde heraus gerissen.

Heller ist ab sofort der Empfang in der Aula: Fensterfronten an zwei gegenüberliegenden Seiten sorgen für mehr Licht. Erfreulich sei, dass man auch für den Kiosk wieder einen Pächter gefunden habe, erklärte der Schulleiter.

Umbau in Zahlen 2000 Quadratmeter Fassadenfläche wurden in Holztafelbau hergestellt, 1200 Quadratmeter Innenverkleidung erneuert, 1000 Quadratmeter der Fassade mit Trapezblech verkleidet. Neu sind 100 Kunststoff-Fenster sowie 90 Heizkörper, verlegt wurden 1200 Quadratmeter PVCBoden. Der Kreis erwartet eine Einsparung von 15 000 Euro Heizkosten pro Jahr: Das entspricht den Heizkosten für etwa 25 Einfamilienhäuser. (HNA 21.09.2011)