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Das Pflegepraktikum war für Sozialassistentin Svenja eine sehr lehrreiche und vor allem schöne Erfahrung

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Sozialassistenten erwerben Kenntnisse und Fertigkeiten, um in verschiedenen sozialen Arbeitsfeldern tätig sein zu können. Pflege ist dabei für viele ein neuer Bereich, der weniger vertraut ist als die sozialpädagogische Arbeit mit Kindern.

Das Pflegepraktikum bedeutet deshalb meist eine neue Erfahrung – der Schüler manchmal auch mit Spannung und Unsicherheit begegnen.

Übungen mit Mitschülern und Puppen werden im Unterricht als lebendig und zur Vorbereitung auf das Praktikum als sehr hilfreich erlebt, weiß Lehrer Gero Schlemmer aus zahlreichen Feedbacks.

Erfahrungen im ‚echten Leben‘, die für den Erwerb fachlicher und sozialer Kompetenzen unverzichtbar sind, gehen tiefer und tragen auch zu einer Weiterentwicklung der Persönlichkeit bei. Deswegen haben begleitete Praktika in der Ausbildung in der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz am BerufsschulCampus Schwalmstadt einen hohen Stellenwert.

Nach Abschluss der Ausbildung hat man die Voraussetzung, Erzieher oder Heilerziehungspfleger zu werden. Wer Interesse an pflegerischen oder medizinischen Berufen hat, ist in Schwalmstadt-Ziegenhain ebenfalls gut aufgehoben – man sammelt vielfältige Erfahrungen, erwirbt grundlegendes Wissen und kann gezielt entscheiden, wie es beruflich weitergehen soll. Mit erfolgreichem Abschluss von Zusatzkursen in Mathematik und Englisch steht sogar der Weg ins Studium offen.

Sowohl Erzieher als auch Pflegekräfte werden gesucht. Wer Interesse an der Ausbildung zur Sozialassistenz hat, sollte sich am BerufsschulCampus Schwalmstadt bewerben. Nähere Informationen können unter 06691- 6051 (Frau Gläser/ Frau Staufenbiel/Herr Schlemmer) erfragt oder auch auf der Homepage (Bildungsangebote - Sozialpädagogik) abgerufen werden.

Link http://joomla.berufsschule-schwalmstadt.de/index.php/sozialpaedagogik/sozialassistenz

Svenjas Fazit

„Das Pflegepraktikum war eine sehr lehrreiche und vor allem schöne Erfahrung. Ich habe gelernt über meinen Schatten zu springen und alles auszuprobieren, was es dort zu tun gab. Ich konnte die Dinge, die wir vorher im Theorieunterricht besprochen hatten anwenden und noch einiges, nicht nur pflegerisches sondern auch menschliches, dazulernen. Mit der Zeit habe ich mitbekommen, wie man mit den verschiedenen Menschen umgehen und dass man sich immer wieder auf neue Situationen einstellen muss. Dass ich mich bei einer Frau mit Demenz anders verhalten muss, als bei einer die noch komplett klar im Kopf ist. Die Liste hat mir dabei geholfen mich zu orientieren, was ich im Fachbereich Pflege schon gesehen und selber ausgeführt habe und was ich noch sehen möchte. Meine Kolleginnen sind auf all meine Fragen eingegangen und haben mir das gezeigt und mich dorthin mitgenommen, was ich noch kennenlernen wollte.

Ich konnte in dieser Zeit viele positive Erfahrungen sammeln. Ich wurde von allen, sowohl meinen Kolleginnen als auch dem Klientel, gut aufgenommen. Ich habe mich schnell sehr wohl gefühlt und einen guten Draht zu vielen Bewohnern gewonnen. Sie haben sich immer gefreut, wenn ich zu ihnen gekommen bin und haben das auch gezeigt und offen gesagt. Außerdem habe ich viele positive Rückmeldungen zu ausgeführten Aktivitäten bekommen. Das hat mir die Arbeit erleichtert, da ich wusste woran ich bin und das es nicht schlimm ist, wenn ich mal etwas falsch mache. Ich konnte mich mit den Bewohnern bei meiner Arbeit immer gut unterhalten, was dazu führt, dass die Arbeit schneller vorbei geht und man seine gute Laune beibehält.

Einer der positiven Momente für mich war, als eine Frau wieder auf dem Weg der Besserung war. Als ich mein Praktikum begonnen hat, war ich oft bei ihr, habe ihr beim Waschen geholfen und ihr das Frühstück gemacht. Vom einen auf den anderen Tag wurde sie sehr schwach und wollte nur noch im Bett liegen bleiben. Einige Tage lag sie nur im Bett, war sehr schwach und die Pflegerinnen hatten sich schon darauf eingestellt, dass die Frau bald sterben wird. Doch es ging ihr dann auf einmal von Tag zu Tag wieder besser. Darüber habe ich mich sehr gefreut, da ich diese Frau schon in mein Herz geschlossen hatte.

Viele negative Erfahrungen oder Momente gab es eigentlich nicht. Ich habe vor dem Praktikum gedacht, dass die Menschen mir leidtun werden, da sie hilflos sind und in ihrem hohen Alter nicht mehr viel tun können. Da es den meisten Bewohnern aber noch relativ gut geht und sie noch nicht so sehr eingeschränkt sind, gab es diese Situation zum Glück nicht sehr oft. Nur bei einer Frau ist diese Situation so richtig eingetroffen. Ich war mittags immer bei ihr und sollte ihr das Essen anreichen, wenn sie selber nicht weiter isst.  Außer sitzen und liegen konnte diese Frau eigentlich gar nichts mehr. Wenn ich ihr beim Essen zugeguckt habe, habe ich mir oft die Frage gestellt, warum ein Mensch so hilflos sein kann und was wohl in einem Kopf vor sich geht, wenn man wirklich nichts mehr kann und das irgendwann bemerkt.  Mir ist dabei klar geworden, dass man das Leben schätzen sollte und es eine sehr wichtige Arbeit ist, sich um diese Menschen zu kümmern und sie nicht alleine zu lassen.

Für mich war dieses Praktikum eine sehr wichtige Erfahrung, die ich immer wieder machen würde. Auch wenn ich am Anfang gedacht habe, dass dieser Beruf niemals was für mich wäre, bin ich ziemlich ins Grübeln gekommen, ob ich meinen weiteren Weg nicht nochmal überdenken sollte. Meine Erwartungen haben sich also auf keinen Fall bestätigt, sondern ins positive verändert. Ich würde auf jeden Fall jedem empfehlen, mal in dieses Berufsfeld hinein zu schnuppern.“

Sozialassistenten werden fit für den Notfall

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Die angehende Sozalassistentin Julia sitzt regungslos auf dem Boden des Klassenraums und bekommt von einer Mitschülerin einen großen Kopfverband angelegt. Wie gut, dass dies kein Ernstfall ist, sondern lediglich ein Programmpunkt des „Erste Hilfe“ - Kurses, der in der vergangenen Woche am BerufsschulCampus Schwalmstadt stattfand. Auch wenn beim Anlegen des Kopfverbandes viel gelacht und geschmunzelt wurde, so waren sich doch die TeilnehmerInnen des Kurses im Klaren, dass es im Ernstfall durchaus darum gehen kann, Leben zu retten.

„Was ist zu tun, wenn ich jemanden bewusstlos auffinde oder jemand aufgrund einer tiefen Verletzung stark blutet? Wie muss ich reagieren können, wenn ein Kind etwas Giftiges verschluckt hat oder der Bewohner einer Einrichtung einen Krampfanfall erleidet? Was tue ich, wenn sich jemand so stark verschluckt hat, dass er zu ersticken droht? Wie handele ich richtig, wenn ich zu einem Unfall hinzukomme und das Herz des Verletzten nicht mehr schlägt?“ Mit diesen und vielen weiteren Fragen setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz einen Tag lang aktiv auseinander und lernten dabei u.a. Herzmassage und Beatmung, (Druck-)Verbände oder Pflaster anzulegen, den Umgang mit Knochen- und Gelenkbrüchen, die stabile Seitenlage, aber auch, wie man einen korrekten Notruf absetzt und eine Unfallstelle sichert.

Angehende Sozialassistenten entscheiden sich am Ende des ersten Ausbildungsjahres für einen der Schwerpunkte „Sozialpädagogik“ oder „Sozialpflege“. Während sie im ersten Jahr vollschulisch ausgebildet werden, absolvieren sie im zweiten Ausbildungsjahr an drei Tagen in der Woche ein Praktikum in einer selbst gewählten sozialen Einrichtung und arbeiten mit Kindern, Senioren, kranken Menschen oder Personen mit Handicap. Dort wenden sie die im ersten Ausbildungsjahr gelernten Grundlagen aus den Fächern „Erziehung“ und „Pflege“ an, vertiefen und erweitern diese Kenntnisse und Fertigkeiten. Damit sie in Notfallsituationen adäquat handeln können, wurde auch in diesem Jahr wieder ein praxisnaher „Erste Hilfe“ - Kurs in Kooperation mit dem DRK durchgeführt.

Wer Interesse an der Ausbildung zur Sozialassistenz hat, sollte sich bis zum 15. April 2017 am BerufsschulCampus Schwalmstadt bewerben. Auch danach sind Bewerbungen möglich, wenn noch freie Plätze zur Verfügung stehen. Nähere Informationen können unter 06691- 6051 (Frau Gläser/ Herr Schlemmer) erfragt oder auch auf der Homepage (Bildungsangebote - Sozialpädagogik) abgerufen werden.

Fotos unserer job-fit-Messe vom 21.03.2017

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Fotos unserer job-fit-Messe vom 21.03.2017 finden Sie auf unserer Facebook-Seite:

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Vom Pferdewirt zum Erzieher - aus der Zahnarztpraxis in die Kita

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- Quereinstieg in die ErzieherInnenausbildung -

Spielentwickler, Erfinder, Kommunikationsexperte, Künstler oder auch Zuhörer - in diesen und noch weiteren Rollen sieht sich Steffen Weitzel, wenn er an den Erzieherberuf denkt. Im vergangenen Sommer betrat der 35-jährige ausgebildete Pferdewirt beruflich noch einmal „Neuland“ und begann die Ausbildung zum Erzieher an der Fachschule für Sozialwesen am BerufsschulCampus Schwalmstadt in Ziegenhain.

Die 24-jährige Franziska Gerst ist bereits auf der Zielgeraden zur Abschlussprüfung, also am Ende des zweiten Ausbildungsjahres. Auch sie kam als sog. „Quereinsteigerin“ an die  Ziegenhainer Fachschule für Sozialwesen mit dem Wunsch, sich als Erzieherin ausbilden zu lassen. Nach ihrem Realschulabschluss absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten bei der Bundeswehr in Schwarzenborn. Schon während dieser Zeit wurde ihr deutlich: „Ein toller Beruf, aber nicht das, was mich bis zur Rente trägt.“ Nach Beendigung ihrer Ausbildung betreute sie während eines längeren Auslandsaufenthaltes in der Schweiz die Drillinge von Verwandten - eine Tätigkeit, die ihr Freude bereitete und ihr viel Zufriedenheit gab. Es wuchs der Wunsch, auch langfristig mit Kindern zu arbeiten und deren Entwicklung professionell zu begleiten. Um weitere Erfahrungen zu sammeln, absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr an der Grundschule in Neukirchen. „Das Gute war, dass ich mir nach dem FSJ wirklich sicher war, Erzieherin werden zu wollen. Es war als hätte sich ein Schalter umgelegt. Ich sah plötzlich ganz klar, dass dies mein Weg sein würde“, so Franziska Gerst. Diese praktischen Erfahrungen in einem pädagogischen Tätigkeitsbereich sind neben einem mittleren Bildungsabschluss zugleich Zugangsvoraussetzung für Quereinsteiger in den Erzieherberuf. So stand ihrer Aufnahme an der Ziegenhainer Fachschule für Sozialwesen im Sommer 2015 nichts mehr im Weg.

Steffen Weitzel wagt nach seiner Ausbildung zum Pferdewirt recht bald den Weg in die Selbstständigkeit und betreibt einige Jahre lang eine eigene Reitschule. Er erteilt Kindern,  Jugendlichen sowie Erwachsenen Reitunterricht und begleitet regelmäßig pädagogisch-therapeutische Angebote einer Erzieherin. Nach für nach wächst auch bei ihm der Wunsch sich als Erzieher ausbilden zu lassen, um später in der Jugend- oder Behindertenhilfe pädagogische Angebote anleiten zu können. „Es war schon ein großer Schritt für mich, das alles hinter mir zu lassen und mit 35 Jahren nochmal die Schulbank zu drücken“, so Steffen Weitzel. Seine Aussichten, nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung eine Anstellung in der Jugend- oder Behindertenhilfe zu finden, sind gut - insbesondere Männer werden im pädagogischen Bereich gesucht. „Auch, wenn ich noch keine grundständige pädagogische Ausbildung vorweisen kann wie die Sozialassistentinnen in meiner Klasse, so habe ich doch das gute Gefühl, dass meine bisherigen Erfahrungen und meine Talente hier zählen“, resümiert der Studierende der Ziegenhainer Fachschule. Auch Franziska Gerst ist sich sicher: „Es ist absolut kein Nachteil als Quereinsteiger in die Erzieherausbildung zu starten. Ich konnte schon während des FSJ viele wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Menschen sammeln. Hier an der Schule habe ich ebenfalls viel gelernt - auch über mich selbst. Es war eine intensive Zeit, die dann doch viel schneller verging als ich anfangs dachte.“ Im Spätsommer startet sie bereits ins Anerkennungsjahr. Auch für sie stehen die Chancen, anschließend einen Job in einer Kindertagesstätte zu finden, gut. Seitdem Kinder einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung haben, ist der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften bei den Kommunen und anderen Trägern deutlich gestiegen.

„Frauen und Männer, die mit dem Gedanken spielen, noch einmal neu durchzustarten, um Erzieherin oder Erzieher zu werden, können gerne Kontakt mit uns aufnehmen“, so Simone Gläser, stellvertretende Schulleiterin des BerufsschulCampus Schwalmstadt, „denn wir begrüßen die Erfahrungsvielfalt in unseren Fachschulklassen“. Die Fachschule für Sozialwesen am BerufsschulCampus Schwalmstadt bietet noch einige freie Plätze für das kommende Ausbildungsjahr - auch Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit können an der zertifizierten Fachschule eingelöst werden. Weitere Informationen zur Ausbildung und Bewerbung können auf der Homepage (www.berufsschule-schwalmstadt.de) abgerufen - oder in einem persönlichen Gespräch erfragt werden (06691/ 6051 - Simone Gläser).

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