Kultusminister Lorz will Bildung in Region halten

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Ziegenhain. Hessens Kultusminister Dr. Alexander Lorz (CDU) war am Montagnachmittag zu Gast am Berufsschulcampus in Ziegenhain. Gemeinsam mit Schulleiter Ralf Klinder, Lehrkräften und weiteren Gästen diskutierte Lorz über die Situation von Berufsschulen im ländlichen Raum.

Wer nahm an der Diskussionsrunde teil?

Neben Schulleiter Ralf Klinder waren auch weitere Lehrkräfte sowie die stellvertretende Schulleiterin Simone Gläser anwesend. Außerdem diskutierten der Erste Kreisbeigeordnete Jürgen Kaufmann (SPD), Wolfgang Scholz von der Kreishandwerkerschaft und die stellvertretende Schulamtsleiterin Doris Braun-Grimmelbein mit.

Von welchen Problemen sind Berufsschulen wie der Berufsschulcampus Ziegenhain betroffen?

Die größte Herausforderung, da waren sich alle Anwesenden einig, sind durch den demografischen Wandel bedingte sinkende Schülerzahlen. Deshalb sei es umso wichtiger, das, was an Bildungsinfrastruktur im Schwalm-Eder-Kreis vorhanden ist, zu erhalten und auszubauen, um weiterer Abwanderung entgegenzuwirken, so Wolfgang Scholz von der Kreishandwerkerschaft.

Welche Probleme bestehen für Berufsschulen noch?

Zu kämpfen hätten die Berufsschulen auf dem Land auch mit Berufsschlüsselnummern, unter denen einzelne Berufe festgelegt sind. Häufig ähnelten sich die Ausbildungen verschiedener Berufe zwar, etwa im IT-Bereich, da sie aber unterschiedliche Nummern haben, werden sie getrennt aufgeführt, was wiederum Konsequenzen in der Zuteilung von Lehrkräften habe, waren sich die Lehrkräfte einig.

Wie beurteilt der Erste Kreisbeigeordnete die Lage?

Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann warb dafür, die Strukturen in ländlichen Räumen zu erhalten. „Das ist die beste Regionförderung, die man betreiben kann“, so Kaufmann. So könne der ländliche Raum auch Ballungszentren entlasten.

Welche Auswirkungen hätte ein Zerfall der Bildungsinfrastruktur für den ländlichen Raum?

Wenn die Bildungsinfrastruktur fehlt, bilden Betriebe weniger aus, war die einhellige Meinung. Eine gemeinsame Schlüsselzuweisung von Berufen könnte dem entgegenwirken.

Was sagt der Kultusminister dazu?

Kultusminister Alexander Lorz hörte sich geduldig die Sorgen der Lehrkräfte an, wollte aber auch keine verbindlichen Versprechungen machen. Allerdings sei es wichtig, den ländlichen Raum nicht zu vernachlässigen, gerade in Hinblick auf Bildungsinfrastruktur. (Quelle: HNA)

Schuljahresabschluss der Klasse 10 BFV

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Zum Schuljahresabschluss spazierten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 der zweijährigen Berufsfachschule zusammen mit der Schulsozialarbeiterin Nadine Sopart und ihrer Klassenlehrerin Jutta Koch in den nahegelegenen Schützenwald. Hier bekamen sie nach einem gemeinsamen Ankommen die Aufgabe gestellt nur mit den gegebenen Hilfsmitteln wie z. B. Klettergut incl. Helm, ein Seil und ein Karabinerhaken einen Schatz aus einem „Säureteich“ zu bergen. Die Schwierigkeit war hier, dass der Säureteich, der mit einem Seil begrenzt war, nicht berührt werden durfte.

Die Schülerinnen und Schüler lösten diese Aufgabe innerhalb kürzester Zeit sehr ideenreich und stellten zum wiederholten Male ihren guten Klassenzusammenhalt unter Beweis.

Der geborgene Schatz wurde anschließend bei einem gemeinsamen Picknick genossen!

Weitere Fotos finden Sie hier.

Sozialpädagogisches Praktikum mal anders

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Niederlande - Anfang Juni 2017 unternahmen acht neurologisch erkrankte Kinder im Alter zwischen neun und 18 Jahren, acht Betreuerinnen sowie vier weitere Begleiter eine Segelfreizeit auf dem holländischen Ijsselmeer.

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Nach der von allen Seiten als erfolgreich eingeschätzten Skifreizeit der Kinder- und Jugendneurologie des Kasseler Klinikums im vergangenen Jahr wurden früh Pläne geschmiedet, Kindern und Jugendlichen mit Handicap eine ähnliche Freizeit auch im Sommer 2017 zu ermöglichen. Der Förderverein "freuNde" hatte sich dieses Jahr für seine Schützlinge etwas ganz Besonderes ausgedacht: mithilfe von Spenden der Kassler Wizards konnte der Förderverein eine Segelfreizeit in den Niederlanden finanzieren, die wiederum von Dr. Rudolf Funke, Oberarzt der Kinder- und Jugendneurologie, geleitet wurde. Durch die Kooperation der Kasseler Klinik für Neuropädiatrie und des Sozialpädiatrischen Zentrums mit der Fachschule für Sozialwesen in Ziegenhain begleiteten sechs angehende Erzieherinnen die Segelfreizeit auf dem Ijsselmeer. Als weitere Begleitpersonen fuhren Alexander Riehm (Klassenlehrer der angehenden Fachkräfte am BerufsschulCampus Schwalmstadt), Christopher Benkel (Krankenpfleger) sowie Luise Jochheim (Sonderpädagogin an Kasseler Schule für Kinder mit besonderem Förderbedarf), eine FSJlerin sowie eine Studentin der Sozialen Arbeit mit.

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Nachdem sich alle Betreuerinnen einige Wochen zuvor zum Kennenlernen der Kinder und Eltern in Kassel getroffen hatten, begann das Abenteuer „Segeltörn“ am Montag, 05. Juni 2017, mit dem Zusammentreffen aller Beteiligten an der Mönchebergschule in Kassel. Gegen Nachmittag durfte die Gruppe ihr Schiff „Sûdvester“ beziehen, das in seinem Heimathafen Kampen auf die neue Besatzung wartete. Von dort aus segelte die Gruppe zunächst nach Elburg, Ulk und wieder zurück nach Kampen. Aufgrund des starken Windes kam es zwischendurch zu Planänderungen, sodass die gesamte Gruppe kurzfristig das nächste Schwimmbad besuchte. Gemeinsam mit den Kindern wurde täglich frisch gekocht und im Hafen eingekauft, sodass alle Crewmitglieder genügend Zeit hatten, die Städte zu besichtigen. Am Freitag Nachmittag ging es nach einer ereignis- und erlebnisreichen Woche wieder nach Hause.

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Für alle Beteiligten war es eine unvergessliche Fahrt, die von individuellen Erfolgen gekrönt war. „Für mich war es zunächst eine Herausforderung, den Kindern nicht ständig zu helfen und sie die Dinge selbst tun zu lassen, obwohl es dann viel länger dauerte“, so die angehende Erzieherin Medina Licina aus Ziegenhain. „Ich musste erst lernen, diesen spontanen Impuls des Helfens zu unterdrücken, um den Kindern persönliche Herausforderungen zu ermöglichen“. Für die angehenden Erzieherinnen war die Woche auf dem Schiff ein sozialpädagogisches Praktikum der besonderen Art. „Die Enge auf dem Schiff“, davor hatten im Vorfeld alle Betreuerinnen Respekt, ebenso vor den besonderen Anforderungen im Umgang mit den individuellen Handicaps der Kinder und Jugendlichen. Im Nachhinein scheinen die Ängste unbegründet - ganz im Gegenteil: „Die Freizeit war eine supergute Vorbereitung auf den Beruf der Erzieherin bzw. des Erziehers“, so Viviane Stark, die gestärkt in die Zukunft blickt mit dem Bewusstsein “Ich kann mehr Verantwortung tragen als ich es bisher dachte.“ Lea Dombrowka ist sich sicher: „Diese intensive Form des Praktikums ist absolut empfehlenswert und wir müssen dies der neuen Unterstufe unbedingt gleich mit auf den Weg geben!“

Medina Licina, Vivien Gante und Lea Dombrowska

„Warum schmilzt mein Eis?“ - Kindlichen Forschergeist stärken

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Neugier ist ein verletzliches Pflänzchen, das nicht nur Anregung,
sondern vor allem Freiheit braucht.
(Albert Einstein)

Dass der Wissensdurst von Kindern kaum Grenzen kennt und die Kleinen voller Begeisterung ihre Welt erforschen, davon können alle angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Fachschule für Sozialwesen des BerufsschulCampus Schwalmstadt in Ziegenhain lebhaft berichten. Im Praktikum habe die kindliche Neugierde zu manch lustiger Szene geführt, erzählen die angehenden Fachkräfte im Vorfeld der zweitägigen Fortbildung zum Thema „Kinder forschen und entdecken“. Die Kleinen befassten sich bei ihren „Entdeckungsreisen“ durchaus schon mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen, so die Studierenden aus Ziegenhain. „Warum hagelt es?“, „Warum geht die Kerze aus, wenn ich puste?“, „Warum schmilzt mein Eis?“, waren Fragen, mit denen sich die zukünftigen Fachkräfte während ihres Praktikums konfrontiert sahen. Um die Fragen der kleinen Forscher zukünftig kindgerecht aufgreifen - und damit wichtige Schlüsselmomente im kindlichen Bildungsverlauf angemessen gestalten zu können - wurden die Studierenden selbst zu begeisterten Forschern und experimentierten zwei Tage in den Räumen der Fachschule Sozialpädagogik Ziegenhain mit den Elementen Luft, Wasser, Feuer. Ermöglicht wurde dies durch die fachkundige und abwechslungsreiche Anleitung und Begleitung von Frau Hesse, Leiterin des Instituts 3-up - Naturwissenschaftliche Frühförderung, und dem VCI (Verband der Chemischen Industrie), der die Schule auch mit prall gefüllten Experimentierkisten unterstützt hat. Während der Fortbildung wurden stets die Möglichkeiten zur alltagstauglichen Umsetzung naturwissenschaftlicher Bildungsarbeit in Kita und Hort ausgelotet und diskutiert. Dass Kinder bereits im Vorschulalter über differenzierte Denkstrukturen verfügen, die es ihnen ermöglichen, grundlegende Zusammenhänge aus der Biologie, Chemie und Physik zu verstehen und sie sehr früh über einen intuitiven Zugang zu naturwissenschaftlichen Fragestellungen verfügen, war ebenfalls Thema. „Das Experimentieren hat total Spaß gemacht“, so Anastasia aus der Klasse 01 FSP 1. „Diese Begeisterung gebe ich später gerne an die Kinder weiter.“

„Kinder sind keine Fässer, die gefüllt, sondern Feuer, die entzündet werden wollen.“
(Rabelais 1490 – 1553)

Lehrer Gero Schlemmer, der die Veranstaltung am BerufsschulCampus Schwalmstadt organisiert hatte, bedankt sich auch im Namen von Studierenden und der Schulleitung ganz herzlich bei Frau Hesse und dem VCI für die interessante und kurzweilige Fortbildung.

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