Besuch der Autorin Anna Kuschnarowa am BerufsschulCampus

Autorenlesung Januar 2017

Ziegenhain. Auf Initiative von Talia Ay, Schülerin der Sozialassistenten-Klasse 12 SPA-2, besuchte am 24.1. die mehrfach preisgekrönte Jugendbuch-Autorin Anna Kuschnarowa den BerufsschulCampus Schwalmstadt, um aus ihren Büchern vorzulesen und über den ganzen Vormittag mit den Schülern der Sozialassistenz, der Fachschule für Sozialwesen, der Fachoberschule sowie der Berufsfachschule ins Gespräch zu kommen.

Von ganz besonderer Aktualität sind ihre Werke „Kinshasa dreams“, die Geschichte einer Flucht eines jugendlichen Kongolesen sowie „Djihad Paradise“, ein Roman, welcher von der islamistischen  Radikalisierung eines jugendlichen deutschen Paares erzählt. Im Zentrum dieses Werkes steht die Vorgeschichte eines in der Weihnachtswoche vor dem Berliner Einkaufszentrum Alex geplanter – ob letztlich durchgeführt soll hier nicht verraten werden – Terror-Anschlag, der angesichts der realen Ereignisse fast prophetisch anmutet und diesem Werk seine besondere Brisanz verleiht.  In drei Lesungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten erzählte Anna Kuschnarowa sehr freimütig über die sie bewegenden biografischen Bezüge und persönliche Betroffenheit, die immer Auslöser für die von ihr gewählten Themen sind. Gründliche Recherchen in Form von Interviews, Reisen und ein intensives Studium von Fachliteratur ergänzen die Kompetenz der Ägyptologin, deren Bücher nicht nur lebendig und aktuell, sondern auch – oft beklemmend - realistisch und gesellschaftskritisch sind.

Ein wesentliches Merkmal ihrer Bücher ist die Wahl der Perspektive: Immer beleuchtet sie mindestens zwei Sichtweisen, die auf den ersten Blick oft völlig unverständliche Verhaltensweisen – wie als deutsche Jugendliche zum Salafismus zu konvertieren, in den Djihad zu ziehen oder sich trotz mehrfacher Rückschläge immer wieder auf eine lebensgefährliche Flucht zu begeben -  verstehbar machen. Dies geschieht in einer authentischen Sprache, die ohne moralischen Zeigefinger auskommt und zu einer konstruktiv-kritischen Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ausprägungen des Islams und anderen politischen oder gesellschaftlich relevanten Themen auffordert.  Schulleiter Ralf Klinder verwies auf die Einbettung dieser Veranstaltung in das Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Als Schule mit diesem Titel wurde der Besuch von Anna Kuschnarowa vom Kreis gefördert.
(Text: Barbara Rogge Bild: Inka Strobach)

Bäcker besuchen Prag

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Schwalmstadt Ziegenhain: Am 07.11.2016 fuhren die Klasse Bäcker11 und Bäcker 12 mit den Lehrern Herr Dippel und Herr Geb für eine Woche nach Prag. Dort haben sie viele Dinge erlebt und neue Erfahrungen gesammelt. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Schüler/innen in Prag ihre Ausbildung absolvieren. Die Unterschiede in der Ausbildung sind sehr groß, es gibt keine Ausbildungsbetriebe, nur Praktika. Die Klasse ist am Montagmorgen um 08:14 Uhr in Treysa gestartet und kam gegen 17:00 Uhr in Prag an.

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Dort haben Sie im Hotel Pramen, einem schuleigenem Hotel eingecheckt, ihre Koffer auf die Zimmer gebracht und wurden danach mit einem Abendessen herzlich begrüßt. Nach dem Abendessen ging es in die Stadt, um einen ersten Eindruck von Prag zu bekommen. Am Dienstag gab es eine Führung durch das schuleigene Hotel, verbunden mit einem Einblick in die Ausbildungsabläufe. Nach dem Mittagessen fand eine Besichtigung eines großen Ein-kaufsmarktes statt, der als Praktikumsbetrieb mit der Schule kooperiert. Abgerundet wurde dieser Tag durch eine Besichtigung der Prager Altstadt. Mittwoch wurde tschechisch – deutsch in der Backstube und Bäckerei produziert. Trotz sprachlicher Schwierigkeiten wurden gemeinsam tschechische Produkte hergestellt. Nach dem Mittagessen hatten die Schüler/innen von uns den Rest des Tages Freizeit. Am Donnerstag haben sie mit der Dolmetscherin Susanne eine Sightseeingtour durch Prag gemacht und haben sich verschiedene Sehenswürdigkeiten angesehen. Nach der Tour gab es ein gemeinsames Abendessen. Auschecken dann am Freitag, mit einer herzlichen Verabschiedung von Susanne und den neu gewonnenen Freunden. Müde, aber voll von neuen Eindrücken ging es dann auf die Heimfahrt, Ankunft in Treysa um 21:30 Uhr. (Text: Katja Eichenauer)

Fachschule für Sozialwesen besucht Dialogmuseum in Frankfurt

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Wie fühlt es sich an, nichts sehen zu können? Welche Herausforderungen ergeben sich für blinde Menschen im Alltag? Kann man als Sehender überhaupt erfassen, wie es ist, blind zu sein?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Studierenden beider Unterstufenklassen der Fachschule für Sozialwesen in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien und besuchten in diesem Zusammenhang das Dialogmuseum in Frankfurt. In dem Museum, in dem es „nichts zu sehen gibt“, wurde recht schnell deutlich, wie herausfordernd es ist, sich auf absolute Dunkelheit einzulassen und damit nichts mehr sehen zu können. Mit Blindenstöcken ausgestattet tasteten sich die Studierenden langsam und vorsichtig von Raum zu Raum, in denen es viel zu entdecken gab. „Ist der Sehsinn ausgeschaltet, schärfen sich die anderen Sinne. Ich hatte das Gefühl, plötzlich intensiver hören, fühlen und riechen zu können. Man versucht, irgendwie die Orientierung zu behalten“, so Carsten, Studierender an der Fachschule. Eine Stunde dauerte der Rundgang im Dunkeln, der anstrengender als gedacht war, da man die sonst alltäglichen Eindrücke (Straßen und wackelnde Brücken überqueren, Schafe streicheln, Briefkasten suchen - um nur einige zu nennen) auf ungewohnte Weise aufnehmen und verarbeiten musste. Die Studierenden waren sich einig „Der gefühlte Kontrollverlust war durchaus beängstigend und das verunsichert!“. Bei der Reflexion wurde dann auch deutlich, warum sich das Museum „Dialogmuseum“ nennt. Anna brachte es so auf den Punkt: „Im Dialog mit meinen Mitschülern zu stehen hat mir geholfen, mich orientieren - und die Situationen besser einschätzen zu können, das hat mir Sicherheit gegeben.“ Besonders interessant fanden die Studierenden die Aussagen und Informationen der erblindeten Mitarbeiter des Museums, die ihnen „Einblicke“ in ihre Alltagsbewältigung gewährten und  zahlreiche Fragen beantworteten.

Streitschlichter-Ausbildung

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Am 10.11. und 11.11.2016  fanden sich 18 SchülerInnen aus verschiedenen Schulformen des BerufsschulCampus zusammen, um unter Anleitung von Nadine Sopart und Barbara Rogge ein Intensiv-Training im Streitschlichten zu absolvieren.

Die 2 Tage außerhalb des Unterrichts und Schulgebäudes fanden im Jugendzentrum „Burg“ in Treysa statt und stellten die Kern-Phase einer insgesamt 32-stündigen Ausbildung dar, die schon seit mehreren Jahren an unserer Schule durchgeführt und regelmäßig weiter entwickelt wird.

Neben den im Vordergrund stehenden Grundlagen der Streitschlichtung in 5 Phasen wird vor allem praktisch geübt. Wichtig dabei ist vor allem das aktive Zuhören und am Gegenüber interessierte Nachfragen. Erst wenn die wahren Hintergründe eines oft für Außenstehende unverständlichen Streits bekannt geworden sind, lässt sich ein Konflikt nachhaltig bereinigen. Wesentliche Trainingsmethoden sind dabei Rollenspiele auf Basis realistischer Konflikte aus dem privaten, schulischen und beruflichen Alltag der Jugendlichen.  Auch ein Blick auf das eigene Konfliktverhalten ergibt immer wieder interessente Selbst-Erkenntnisse für die Teilnehmer, die später im Alltag hilfreich sein können. 

Die Fortsetzung des Trainings findet am 17.1 und 18.1. in der Schule statt.

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