Weihnachtliche Lötübungen

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Um den Umgang und die Fertigkeiten des Lötens zu erlernen, führte das PuSch-Projekt „Elektronik“ unter Leitung von Herrn Wilken Pape Lötübungen mit Lötkolben durch. Dabei wurden elektronische Schaltungen erstellt und Bauteile verlötet. Nachdem die Grundlagen des Lötens erlernt waren, wurde ein Weihnachtbaum aus Kupferrohren mit Hilfe eines Gasbrenners zusammengelötet und mit einer LED Lichterkette ausgestattet, der nun die Pausenhalle des BerufsschulCampus Schwalmstadt schmückt.

Vielfältiges Angebot für Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr

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„Morgen sehen wir uns endlich alle wieder!“, so lautet eine Nachricht in der noch immer bestehenden Whatsapp-Klassengruppe der ehemaligen Klasse 02 FSP1 der Fachschule für Sozialwesen am BerufsschulCampus Schwalmstadt. Die Textnachricht bezieht sich auf die sog. „Blocktage“ für Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr, die von Mittwoch bis Freitag vergangener Woche auf dem Campus der Beruflichen Schulen in Ziegenhain sowie im Forensischen Institut in Gießen stattfanden.

Die im Sommer nach zweijähriger Vollzeit-Ausbildung verabschiedeten Studierenden arbeiten inzwischen als Fachkräfte in verschiedenen sozialen Einrichtungen und absolvieren somit ihren dritten und damit letzten Ausbildungsabschnitt -das Anerkennungsjahr zur staatlich anerkannten Erzieherin/ zum staatlich anerkannten Erzieher. Das Spektrum an Arbeitsbereichen ist groß: Ein Teil der Fachkräfte absolviert das Anerkennungsjahr in Kindertageseinrichtungen (Krippe, Kita, Hort), nicht wenige entschieden sich für eine Tätigkeit in der Jugend-oder Behindertenhilfe. Auch während ihres Berufspraktikums werden die Fachkräfte weiterhin von der Schule begleitet. Eine intensive Vernetzung zwischen den beiden Ausbildungsorten Schule und Praxis ist für die Professionalisierung der Erzieherinnen und Erzieher wichtig; dies gilt nicht nur für die während der schulischen Ausbildung absolvierten Praktika, sondern insbesondere für das Anerkennungsjahr.

Während der „Blocktage“ findet zum einen ein reger Austausch unter den frisch ausgebildeten Fachkräften statt. Es wird intensiv reflektiert und nach Anregungen für das berufliche Handeln gesucht. „Wie macht ihr das denn bei euch in der Kita?“, diese Frage hört man öfter und sie ist häufig Ausgangspunkt für lebhafte Diskussionen. Die Blocktage dienen zum anderen auch der fachlichen Vertiefung. Themen wie „Trauerarbeit“, „Lerngeschichten“, „Resilienz -Die eigene Widerstandskraft stärken“ oder auch „Ausgewählte Aspekte der Projektarbeit“ standen diesmal auf dem Programm. Den „Lösungsorientierten Ansatz“ lernten die Fachkräfte im Anerkennungsjahr durch ein Angebot zweier Mitarbeiter der Stiftung Beiserhaus, einer Jugendhilfeeinrichtung, kennen und damit auch die Grundprinzipien der Lösungsfokussierung.

Nachhaltig wirkt sicher auch der Besuch des Forensichen Konsils der Universität Gießen am vergangenen Freitag. Mit Hilfe zahlreicher Bilder zeigte der Arzt und Jurist Prof. Dr. Dr. Dettmeyer, Leiter des Gerichtsmedizinischen Instituts, den Unterschied zwischen einmaligen Verletzungen infolge von Unfällen und absichtlich herbeigeführten, wiederholten Misshandlungen an Kindern auf. Die Fachkräfte erhielten Einsicht, wie Verletzungen durch Verbrennungen, Verbrühungen oder durch Einwirkung von Gegenständen sichtbar werden, aber auch Informationen darüber, welche Auswirkungen das Schütteln von Säuglingen bzw. Kindern hat und durch welche körperlichen Reaktionen dies erkannt werden kann. Unterschieden wurden sturztypische, spieltypische und lagerungstypische Verletzungen. Der Vortrag wurde durch Informationen zum § 8a SGB VIIII (Schutzauftrag bei Kindswohlgefährdung) ergänzt. Frau Matthes, Ärztin und Mitarbeiterin des Forensischen Konsils, berichtete von ihrer Arbeit in der rechtmedizinischen Ambulanz und zeigte auf, wie die Erzieherinnen und Erzieher bei Verdachtsfällen reagieren und vorgehen können. Auch wenn die gezeigten Fotos sowie der Vortrag schwer auszuhalten waren, so sind sich die Fachkräfte im Anerkennungsjahr dennoch einig: Wir müssen uns mit diesen furchtbaren Dingen auseinandersetzen, um sensibel für diese Thematik zu werden und Kindern helfen zu können.

Mountainbiking am Berufsschulcampus Schwalmstadt

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Von links: Schulleiter Ralf Klinder, Projektverantwortlicher Frank Petersohn, Tina Urnau und Thomas Linnemann vom Bikepool Hessen, Herr Oberstedt AOK Hessen

Mit Beginn des Schuljahres startete am Berufsschulcampus Schwalmstadt ein Mountainbike-Projekt.

Entsprechend dem Konzept des Projektverantwortlichen Frank Petersohn können sich Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen in die neuen Kurse einwählen.

Die sportliche Herausforderung, sowie die Technik der Fahrräder stehen bei den Kursen im Vordergrund. Umwelt und Natur sind weitere Aspekte des Projekts. In der neu eingerichteten Fahrradwerkstatt werden Grundlagen zu Reparatur, Wartung und Pflege sowie Einstellungsarbeiten vermittelt.

Kondition und Fahrtechniken werden bei Ausfahrten und Übungen mit Hindernissen geschult.

Bei einem dreitägigen MTB-Workshop konnten die Schüler auf den Singletrails rund um den Hoherodskopf die neuen Mountainbikes und das Gelernte ausgiebig testen.

Das Projekt entstand in Kooperation mit dem Bikepool Hessen, der sich mehr Bewegung für die hessischen Schülerinnen und Schüler durch mehr Fahrräder an den Schulen zum Ziel gesetzt hat. Die AOK Hessen fördert dies im Rahmen von Schule und Gesundheit. Über Fischis Bikebox in Treysa unterstützte der deutsche Fahrradhersteller CUBE die BikeSchool in Form eines Rabattes beim Räderkauf. Für die weitere Finanzierung wurden projektbezogene Zuwendungen aus Lottoüberschüssen durch den Förderverein des BerufsschulCampus bereitgestellt.

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Im Rahmen der Übergabe von 14 neuen Mountainbikes übergab jüngst Herr Oberstedt im Namen der AOK Hessen einen Förderscheck in Höhe von 5866 Euro an Schulleiter Ralf Klinder.

Vielfalt erleben und Gemeinschaft stärken durch Projektarbeit

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Angehende Erzieherinnen und Erzieher bieten Projektgruppen an

Etwa 200 Schülerinnen und Schüler sowie Studierende drängen sich in der Bewegungshalle der Fachschule für Sozialwesen des BerufschulCampus Schwalmstadt. Es stehen die Abschluss-Präsentationen der dreitägigen Workshops an, mit denen traditionell der Beginn eines neuen Schuljahres eingeläutet wird. Seit nunmehr 12 Jahren begrüßen die beiden Oberstufen-Klassen der Fachschule für Sozialwesen in der zweiten Schulwoche nach den Sommerferien die neuen Schülerinnen und Schüler am Schulstandort Hessenallee. Damit sich die „Neuen“ willkommen fühlen und schnell in die Schulgemeinschaft integrieren können, planen und organisieren die Studierenden der Fachschule im Rahmen ihres Projektunterrichts verschiedene Angebote, in die sich die Neuankömmlinge nach einer Informationsveranstaltung vorab einwählen.

In den Kleingruppen bricht das Eis zwischen den Teilnehmern erfahrungsgemäß schnell, sodass sich schon nach kurzer Zeit ein gutes Gruppengefühl sowie eine angenehme Arbeits-und Lernatmosphäre einstellt. In diesem Jahr konnten sich die neu eingeschulten Schülerinnen und Schüler der berufsvorbereitenden Bildungsgänge, der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz sowie die Neueinsteiger an der Fachschule für Sozialwesen auf die mit großem Engagement geplanten und vielfältigen Angebote freuen. Auch die InteA-Klassen, in denen jugendliche Flüchtlinge auf ihren Hauptschulabschluss vorbereitet werden, nahmen an den Projekten teil. Daraus ergab sich eine große Bandbreite in den einzelnen Gruppen, z.B. hinsichtlich der angestrebten oder bereits abgeschlossenen Bildungsgänge. So arbeiteten junge Menschen, die einen Hauptschulabschluss anstreben, gemeinsam mit Fachschülern, die ihr Abitur -oder bereits mehrere Semester studiert haben und entwickelten gemeinsam Ideen zur Umsetzung ihrer Vorhaben. Vielfalt ergab sich ebenfalls durch die große Altersmischung, verschiedene Nationalitäten und Sprachen -eine enorme Herausforderung für die Organisationsteams.

Die Planungen und Vorbereitungen der dreitägigen Angebote beginnen bereits zwei Wochen vor den Sommerferien. Zwischen der ersten Projekt-Idee der Studierenden des zweiten Ausbildungsjahres und den abschließenden Präsentationen am Tag nach Veranstaltungsende liegen somit knapp vier Wochen. „Die Zeit vergeht wie im Flug“, so die Studierende Andrea Ruppel, „denn unsere Angebote wollen gut durchdacht und organisiert sein. Wir planen immer auch ein bisschen ins Ungewisse, denn wir lernen die Teilnehmer erst zu Veranstaltungsbeginn kennen. Aber das macht es ja auch spannend.“

In diesem Jahr konnte zwischen 13 verschiedenen Workshops gewählt werden; in den Angeboten spiegelt sich die Vielfalt der Talente und Interessen der angehenden Erzieherinnen und Erzieher wider. Erlebnispädagogische Angebote, Improvisationstheater, aber auch Spiel, Sport sowie Kreatives standen auf dem Programm. Bei der Abschluss-Veranstaltung in der Bewegungshalle zeigten sich sowohl die Organisationsteams als auch die Teilnehmer der Angebote, aber auch die Projekt-Lehrer Alexander Riehm, Dörthe Vetter und Sungard Rothschädl sehr zufrieden. „Es hat wirklich viel Spaß gemacht und noch dazu konnte ich viele neue Leute kennen lernen, u.a. auch einige meiner neue Klassenkameraden. Dies hat mir den Einstieg hier an der Schule erleichtert“, freut sich Laura, die im Sommer ihre Ausbildung zur Sozialassistentin am BerufsschulCampus Schwalmstadt begonnen hat.

Für die Studierenden der Fachschule für Sozialwesen im zweiten Ausbildungsjahr ist dieses Projekt jedoch noch längst nicht abgeschlossen, auch wenn die Durchführung der verschiedenen Angebote schon eine Weile zurück liegt. Eine wesentliche Aufgabe der angehenden Fachkräfte besteht nun darin, eine umfassende Dokumentation sowie Reflexion zu schreiben. Auch dies gehört dazu, will man Erzieherin oder Erzieher werden. Zudem stehen weitere Projekte im Rahmen der Ausbildung an. Diese werden im kommenden Jahr in verschiedenen Einrichtungen der sozialpädagogischen Praxis stattfinden.

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