Apfelsaft einmal selbst produziert

Schüler der Beruflichen Schulen Ziegenhain starteten mit viel Begeisterung ein Kelter-Projekt

Schüler des Programmes zur Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt (Eibe) und des Berufsvorbereitungsjahres der Beruflichen Schulen Schwalmstadt nahmen an einem Kelter-Projekt teil.Die in Säcken bereitgestellten Äpfel sponserten Lehrer, Schnitzelmaschine und Saftpresse wurdenbei der Firma Dobel aus Homberg für einen halben Tag gemietet.Mit sehr viel Neugier, so heißt es in der Pressemitteilung, hätten die Schüler dieses Projekt der Apfelverwertung durchgeführt. In Teams eingeteilt lernten sie bei dieser Aktion, dass Äpfel gewaschen und dann geschnitzelt werden müssen, ehe sie in der Presse unter Wasserdruck den Saft hergeben.

In der Schulküche erhitzt

In der Schulküche erhitzte eine Gruppe den gefilterten Saft auf 80 Grad und füllte ihn in fünf beziehungsweise zehn Liter-Beutel ab. Da ein wichtiger Schwerpunkt im Schulprogramm die Umweltbildung ist, wurde auch mit dieser Aktion den Schülern gezeigt, wie ökologisches Handeln im Alltag seine Relevanz hat und ein ökologische Kreislauf entsteht: angefangen vom Apfel am Baum, über seine Verwendung zu Saft bis hin zum Kompostieren des Pressrückstandes im Schulgarten. Im Lehrerzimmer gab es anschließend reges Interesse am Projekt, als die Schüler die abgefüllten Saftpakete zurechtstellten. Vorschläge, wie der selbst erwirtschaftete Erlös verwendet werden soll, gab es hinterher genug. Allerdings wird darüber erst entschieden, wenn die Schüler im November aus ihren Praktikumsbetrieben an die Schule zurückkommen. (HNA 28.10.2011)

Energie sparen und lernen

Im März musste der Neubau wegen erhöhten Asbestwerten vorläufig gesperrt werden (wir berichteten). Mittlerweile sind alle Klassenräume wieder zugänglich, das verbaute Asbest blieb zwar in den Trennwänden, wurde jedoch fachgerecht abgedichtet. „Im Dezember gibt es die nächste Messung, danach ist eine jährliche Messung geplant“, erläutert Schulleiter Karl Weinreich.

Um den Schulalltag so wenig wie möglich zu beeinträchtigen,begannen die Arbeiten im Erdgeschoss. Errichtet wurde das Gebäude seinerzeit in Ständerbauweise. Deshalb war es möglich, die Räume an allen Außenwänden um 60 Zentimeter zu vergrößern. Die angebrachten Betonbalkone an den Treppenhäusern wurden entfernt und neue Dämmschichten aufgebracht. Im kompletten Gebäude sind die Fenster eneuert worden.

In den größeren Klassenräumen konnte ein neues Raumkonzept realisiert werden: „Wir wollten weg vom Hörsaal-Charakter. Stattdessen haben wir uns für eine Möblierung in Form eines offenen Us entschieden“, erklärt Weinreich. Darüber hinaus sind großzügigere Computer- und Physikräume entstanden. Erneuert wurden ebenfalls die Böden, Filz wurde heraus gerissen.

Heller ist ab sofort der Empfang in der Aula: Fensterfronten an zwei gegenüberliegenden Seiten sorgen für mehr Licht. Erfreulich sei, dass man auch für den Kiosk wieder einen Pächter gefunden habe, erklärte der Schulleiter.

Umbau in Zahlen 2000 Quadratmeter Fassadenfläche wurden in Holztafelbau hergestellt, 1200 Quadratmeter Innenverkleidung erneuert, 1000 Quadratmeter der Fassade mit Trapezblech verkleidet. Neu sind 100 Kunststoff-Fenster sowie 90 Heizkörper, verlegt wurden 1200 Quadratmeter PVCBoden. Der Kreis erwartet eine Einsparung von 15 000 Euro Heizkosten pro Jahr: Das entspricht den Heizkosten für etwa 25 Einfamilienhäuser. (HNA 21.09.2011)

Selbstständige Berufliche Schulen

„Die Entwicklung und Umsetzung eines hessischen Konzepts zur Selbstständigen Schule ist eines der großen schulpolitischen Ziele dieser Landesregierung“, sagte die Ministerin. Die maßgeblichen schulrechtlichen Rahmenbedingungen seien bereits mit Beginn des neuen Schuljahres vorbereitend geschaffen worden. „Alle Schulen haben deutlich mehr Freiheiten erhalten, zum Beispiel bei der Unterrichtsgestaltung im Sinne von selbstgesteuertem Lernen der Schülerinnen und Schüler sowie bei der Organisations- und Personalentwicklung. Den Selbstständigen Schulen werden darüber hinaus für ihre Qualitätsentwicklung weitere Handlungsspielräume eröffnet, wofür sie (Selbstständige Schulen und Selbstständige Berufliche Schulen) eine Lehrerzuweisung von 101,5 Prozent erhalten“, so Henzler.

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