Kraftfahrzeug-Innung Ziegenhain überreichte Gas-Fahrzeug an die Berufsschule

In Zeiten hoher Benzinkosten, wird der Geldbeutel deutscher Autofahrer enorm strapaziert. Preise über 1,60 Euro pro Liter Super-Benzin sind seit Wochen an den Preistafeln der Tankstellen abzulesen und auch der Preis für einen Liter Dieselkraftstoff hat sich bei über 1,40 Euro eingependelt.

Welche Alternativen haben Autofahrer, um ihre Ausgaben für Kraftstoffe wie Super oder Diesel zu reduzieren?  Diese Frage haben sich auch die angehenden Kfz-Mechatroniker der Klasse 12 Fahrzeugtechnik, an den Beruflichen Schulen in Ziegenhain, gestellt und den Beschluss gefasst, ein Auto auf Gasbetrieb umzurüsten.

Zuvor habe man allerdings alle Alternativen zum Benzin im Klassenverbund aufgelistet und sich dann auf die Lösung durch eine Gasanlage geeinigt, so Thomas Göbert, Fachlehrer-Anwärter und gleichzeitig Leiter des Projekts.
Dafür musste allerdings zuallererst ein Fahrzeug beschafft werden. So machte sich Thomas Göbert im Internet auf die Suche nach einem passenden Auto. „Nach erfolgreicher Suche wurde der Kleinwagen in Absprache mit der Kfz-Innung Ziegenhain, die einen Großteil des Projektes finanziert hat, gekauft und dem zehnköpfigen Schülerteam zur Verfügung gestellt“, erklärte Innungsobermeister Uwe Schulz bei der offiziellen Übergabe des Fahrzeugs an die Berufsschule.

Im Mai dieses Jahres konnte es dann endlich losgehen. „Die Gasanlage habe ich besorgt, alles andere mussten die Schüler dann selbst organisieren“, betonte Thomas Göbert, für den das Projekt gleichzeitig der Schwerpunkt seiner Examensarbeit ist. Beim sogenannten „Selbstgesteuerten Lernen“ sei Selbstständigkeit, Organisation und Gruppendynamik gefragt, so Göbert.

„Es gab insgesamt zwölf Bereiche, die für den Einbau der Anlage wichtig waren. Hier haben sich die Schüler selbst aufgeteilt und an dem Auto arbeitet", sagte Göbert. Für den Bereich habe es außerdem eine Checkliste gegeben, die der jeder Schüler abgearbeitet hätte „Wenn ein Schüler sich bei gewissen Punkten auf der Ceckliste nicht sicher war, bestand die Aufgabe darin, eigenständig nachzuforschen und sich somit Gewissheit zu verschaffen" erzählte Thomas Göbert. Bei Übergabe erklärten die Schüler noch einmal, anhand von Fotos die einzelnen Arbeitsschritte und überzeugten die Gäste mit ihrem Fachwissen auf dem Gebiet des Gas-Umbaus.

Mit dem Projektverlauf sei Göbert absolut zufrieden gewesen, da er anfangs nicht damit gerechnet habe, dass der Umbau so reibungslos verlaufen würde. „In knapp zwei Monaten haben die Schüler, jeweils vier Stunden pro Woche, an dem Umbau gearbeitet", sagte Lehrer. Dass ihre Arbeit ordentlich und auch ordnungsgemäß war, bescheinigte ihnen auch der TÜV, der für das Fahrzeug wegen des Gasumbaus ein Gutachten erstellen musste und eine neue Betriebserlaubnis erteilte.

Zum Schluss gab es für jeden Schüler Urkunde für die geleistete Arbeit .

Hinschauen: Rechte Gewalt im Kreis - Wanderausstellung an den Beruflichen Schulen

WanderausstellungSeit dem Überfall Rechtsextremer auf ein Zeltlager der Linksjugend am Neuenhainer See im Juli 2008 versucht die Initiative „Schwalmstadt bleibt bunt!“ zum Hinsehen zu bewegen. Aktuell informiert sie mit der Ausstellung „Vorsicht Rechtsextremismus“ an den Beruflichen Schulen Schwalmstadt über Rechtsextremismus im Kreis. „Es gibt ein latentes Problem mit Rechtsextremismus. Auch an unserer Schule haben wir mit rechten Schmierereien und Aufklebern zu tun“, sagte Schulleiter Karl Weinreichzur Eröffnung der Ausstellung. Zwei Wochen lang können die Schüler auf Infotafeln erfahren welche Bands zur rechtenSzene gehören, welche Kleidung Neonazis tragen und wie viele Fälle von rechter Gewalt im Schwalm-Eder-Kreis registriert werden.

Die Politiklehrer werden von der Initiative geschult, um fachgerecht mit ihren Klassen eine Doppelstunde lang über die Ausstellung diskutieren zu können. Am Ende soll jeder Schüler Ideen entwickeln, wie das demokratische System verbessert werden kann. „Rechtsextreme spielen mit bestimmten Themen, um Anschluss an die Mitte der Gesellschaft zu finden“, sagte Stephan Bürger, Projektleiter „Gewalt geht nicht!“. Junge Menschen müssten lernen zu erkennen, wenn es um rechtes Gedankengut gehe. Christina Aschenbrenner, Schülerin an der Fachoberschule, findet die Ausstellung wichtig: „Da wird einem das Problem erst richtig bewusst.Ich bin leicht geschockt was es hier alles schon gab.“ Auch ihre Freundin Margarita Günther meint: „Die Ausstellung ist eine gute Idee.“ (HNA 02.10.12)

Infotag: Im sozialen Berufsfeld arbeiten

Die Hephata-Akademie und die Beruflichen Schulen Schwalmstadt laden für Freitag, 29. September, 14 Uhr, zum Infonachmittag rund ums Thema Soziale Berufe ein.

Bis 16 Uhr werden im Seminargebäude 3 der Akademie die neuen Ausbildungskurse zum Erzieher vorgestellt. 2013 verdoppelt Hephata die Zahl der Ausbildungsplätze. „Der Mangel an Betreuungsplätzen im Erziehungshilfebereich, in allen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern, stationär und ambulant, ist da“, sagt Heinrich Gläßer, stellvertretender Leiter der Hephata-Akademie für soziale Berufe 25 Ausbildungsplätze werden berufsbegleitend angeboten. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, wobei das letzte halbe Jahr als verkürztes Berufspraktikum gilt. In der Vollzeit-Ausbildung stehen 75 Plätze zur Verfügung. Die Ausbildung geht über drei Jahre. Voraussetzungen für beide Ausbildungen sind die Mittlere Reife, eine abgeschlossene Berufsausbildung, sowie Erfahrungen im sozialen Bereich. Bewerbungen sind ab sofort möglich. (ahk)

Informationen:

Heinrich Gläßer,
Tel. 0 66 91/18 11 90

Berufliche Schulen Schwalmstadt
Tel.: 0 66 91/60 51.

32 neue Erzieher bestanden ihr Examen

An der Fachschule für Sozialpädagogik in Ziegenhain schlossen 32 Erzieher ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich ab. Allen Absolventen wurde eine hohe Berufsmotivation bescheinigt. Umfangreiche Jahresarbeiten zu selbstgewählten,einrichtungsspezifischen Themen, die zum Ende des Berufspraktikums vorgelegt werden müssen, belegen eine professionelle Kompetenz, so eine Mitteilung der Schulleitung.Die frisch examinierten Erzieherinnen und Erzieher haben alle eine berufliche Anstellung oder gehen anschließend zum Studium an die Fachhochschule weiter. Zum Schuljahresbeginn starteten 59 Studierende indie dreijährige Ausbildung,davon ein Drittel als Quereinsteiger.Bestanden haben aus dem Altkreis Ziegenhain: Christina Bauer (Schwalmstadt), Florian Diebel (Willingshausen),Thomas Dylong (Schwalmstadt), Jessica Heindl (Frielendorf), Alexandra Hofer (Schwalmstadt), Juliane Hoos (Neukirchen), Theresa Jahn (Willingshausen), Sandra Kirr (Willingshausen), Augustine Krapp (Frielendorf), Lena Lütjens (Schwalmstadt), Anika Lutzke (Willingshausen) und Jennifer Millich (Schwalmstadt).(HNA 26.09.12)

Informationen zur Ausbildung (Link)
oder unter: Tel. 0 66 91/60 51,
Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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