Mit Job zum neuen Beruf

„Wir haben uns für einen berufsbegleitenden Ausbildungskurs entschlossen, weil das ein attraktives Weiterbildungsangebot ist“, sagen Dr. Martin Sander-Gaiser, Leiter der Hephata-Akademie für soziale Berufe, und Karl Weinreich, Schulleiter der Beruflichen Schulen Schwalmstadt.

Die Finanzierung eines Studiums oder einer Vollzeitausbildung wird für viele Menschen immer schwieriger. „Ein Großteil der Studierenden oder Auszubildenden hat Probleme, das zu finanzieren. Viele müssen nebenbei arbeiten.“

Ausbildung und Beruf

Da passt die neue berufsbegleitende Erzieherausbildung gut, da sie Ausbildung und Beruf nicht nur ermöglicht, sondern voraussetzt. Sie richtet sich an Menschen, die bereits in dem Berufsfeld arbeiten, jedoch keinen sozialpädagogischen Abschluss haben. Bislang gab es über 25 Anfragen nach der neuen Ausbildung. Deshalb können laut Mitteilung voraussichtlich zwei Kurse eingerichtet werden. Auch, weil der Beruf gute Zukunftsperspektiven bietet.

Nach Schätzungen des Hessischen Kultusministeriums fehlen im Rhein-Main-Gebiet 4000 Erzieher, allein in Nordhessen sollen es 2000 sein. „Wir freuen uns, dass die Ausbildungskurse gemeinschaftlich von den Beruflichen Schulen Schwalmstadt und der Hephata-Akademie für soziale Berufe durchgeführt werden“, so Dr. Sander-Gaiser. Bewerbungen für die Ausbildung sind jederzeit und auch kurzfristig möglich. (alx)

Informationsnachmittag der beiden Schulen: Donnerstag, 22. März, ab 17 Uhr, Neubau der Hephata-Akademie für soziale Berufe, Seminargebäude II in Schwalmstadt-Treysa.

Weitere Informationen: Berufliche Schulen Schwalmstadt, Dammweg 5, 34613 Schwalmstadt-Ziegenhain, Tel. 0 66 91/60 51
Email: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Hephata-Akademie für soziale Berufe, Elisabeth-Seitz-Straße 12, 34613 Schwalmstadt-Treysa, Tel. 0 66 91/18 11 90
Email: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. (HNA 21.03.2012)

Die Berufe fest im Blick

Reger Betrieb herrschte in den Werkstätten. Waldemar Bruch und Dimitri Stief, beide 17 und Berufsfachschüler der 11. Klasse, legten Hand im Maschinenraum an. Sie erklärten den Besuchern, wie eine Drehbank funktioniert. Dass technische Berufe nicht länger eine Domäne männlicher Azubis sind, bewies die angehende Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik Cindy Richter: „Ich fand es aber schade, dass Schüler sich nicht getraut haben, uns direkt anzusprechen – schließlich haben sie hier direkt die Möglichkeit, etwas aus der Praxis zu erfahren“, sagte die 17-Jährige. Zu ihrer eigenen Berufswahl erklärte sie: „Die Ausbildung ist sehr mathematisch – aber das ist reine Lernsache und der Beruf macht einen Riesenspaß.“ wie nie zu vor – präsentierten sich im Schulgebäude im Dammweg, Fachleute beantworteten Fragen rund um die Berufswahl.Fachoberschülerin Josephine Seidler (17) nutzte die Gelegenheit, mit den Azubis der Kreissparkasse (KSK) ins Gespräch zu kommen. „Die Schüler stellen sehr gezielte Fragen nach Dauer und Inhalten der Ausbildung“, erklärte Cathrin Schönhof von der KSK. Der Industriemechaniker-Azubi David Salzmann und die angehenden Industriekauffrauen Theresa Zeßig und Solveig Kroker zeigten am Stand der Firma Horn und Bauer, wie aus Kunststoffgranulat hochwertige Folie wird. „Die Nachfrage nach Flyern war groß“, berichteten sie.

Reger Betrieb herrschte in den Werkstätten. Waldemar Bruch und Dimitri Stief, beide 17 und Berufsfachschüler der 11. Klasse, legten Hand im Maschinenraum an. Sie erklärten den Besuchern, wie eine Drehbank funktioniert. Dass technische Berufe nicht länger eine Domäne männlicher Azubis sind, bewies die angehende Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik Cindy Richter: „Ich fand es aber schade, dass Schüler sich nicht getraut haben, uns direkt anzusprechen – schließlich haben sie hier direkt die Möglichkeit, etwas aus der Praxis zu erfahren“, sagte die 17-Jährige. Zu ihrer eigenen Berufswahl erklärte sie: „Die Ausbildung ist sehr mathematisch – aber das ist reine Lernsache und der Beruf macht einen Riesenspaß.“

Technik zum Anfassen hatten auch die Kraftfahrzeug-Mechatroniker vorbereitet. Ferdi Özkaya und Taifun Kurnaz aus dem dritten Lehrjahr begleiteten die Schüler durch einen Parcours, in dem die Besucher unter anderem mehr über diagnoseunterstützte Reparaturen erfuhren. „Im Kreis gibt es etwa 45 Ausbildungsbetriebe“, erläuterte Innungsobermeister Uwe Schulz. „Die Ausbildung ist weiterhin attraktiv, aber häufig fehlen uns qualifizierte Bewerber“, sagte Kraftfahrzeugmeister Hans-Jürgen Grögor.

Ergänzt wurde die Präsentation der Firmen durch Informationen über schulische, aber auch außerschulische Weiterbildungsmöglichkeiten (HNA 15.03.2012)

Mit den Tipps der Profis in die Berufswelt

Unterschiedliche Branchen sind auf der Messe vertreten. Polizei und Bundeswehr informieren zum Beispiel über die Chancen, bei ihnen Karriere zu machen. Stark vertreten sind Betriebe aus der Metall-, Elektro- und der Baubranche.

Zusätzlich können die Besucher Wissenswertes über die Beruflichen Schulen erfahren. Lehrer, Schüler und Auszubildende beantworten Fragen rund um die duale Ausbildung und die Vielzahl der schulischen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Welt des Theaters

Erstmals werden auch Berufe aus der Welt des Theaters vorgestellt.
Neben direkten Kontakten werden 60 Fachvorträge geboten.
Bislang rechnen die Beruflichen Schulen mit 1200 Besuchern für die Jobmesse in Ziegenhain, heißt es in einer Mitteilung. (HNA 5.3.2012)

Heimat tragen wir in uns

Organisiert worden war das Projekt von den fünf angehenden Erziehern Tom Euler, Nathalie Faber, Anika Neubauer, Alice Heiderich und Julia Schmude. Acht Wochen lang haben sich die Berufsschüler mit Menschen aus der Kindertagesstätte Steinweg, dem Kinderhaus Sonnenschein, der Hermann-Schuchard-Schule, der Tagesstätte Oikos und dem Seniorenzentrum Schwalmwiesen getroffen und mit ihnen Kunstobjekte zum Thema Heimat erarbeitet. Finanziert wurde die Idee mithilfe örtlicher Sponsoren. Die Jüngsten erforschten ihre Heimat mit der Kamera: Sie haben die schönsten Orte in ihrer Heimat auf Fotos festgehalten. Im Kinderhaus Sonnenschein standen Märchen im Mittelpunkt. Was die Erstklässler mit ihrer Heimat verbinden, das floss in ein selbst geschriebenes Märchen mit ein. Vögeln eine Heimat geben – das lag den jungen Leuten der Hermann-Schuchard-Schule am Herzen. Sie bastelten Vogelhäuschen und filzten die tierischen Bewohner.

Aus Ton entstanden Modelle

Julia Schmude und die Klienten der Tagesstätte Oikos näherten sich ihrer Heimat über den Werkstoff Ton. Das Gefühl von Heimat könne zum Beispiel auch das Modell eines Radios vermitteln.Heimat sei auch immer das, was wir in uns tragen, erklärte Nathalie Faber. Sie begleitete Senioren beim Umgang mit dem Thema.

Katharina Strömer habe nicht nur ihre alten Heimat, den Böhmerwald, gemalt: „Ich habe in der Arbeit mit ihr auch einen Wald voller Wissen, Erfahrungen und Erlebnissen gefunden“, erzähllte die angehende Erzieherin.

Bürgermeister Wilhelm Kröll erklärte, dass jeder für sich den Begriff Heimat selbst definieren müsse. Musikalische Klänge kamen ebenfalls aus der Heimat, nämlich aus der unmittelbaren Nachbarschaft: Die Tensing-Gruppe trat auf.

Bei Gesprächen und Kuchen klang die Eröffnung aus. Besucht werden kann die Ausstellung am Mittwoch, 14. März, zur Jobfit-Messe.

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