Über 1000 Schüler besuchten die Jobfit-Messe

Schwalmstadt. Bei der bereits 11. Jobfit-Messe der Beruflichen Schulen in Ziegenhain stellten sich am Mittwoch 40 Unternehmen aus der Region über 1000 Schülern vor. Bei Workshops gab es Einblicke in den Berufsalltag.

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„Wir wollen den jungen Menschen Perspektiven für den Beruf aufzeigen. Außerdem besteht die Möglichkeit einer ersten Kontaktaufnahme mit Unternehmen aus der Region“, erklärte der stellvertretende Schulleiter Ralf Klinder.

Neu dabei dieses Jahr: Der rosa IT-Bus für die mobile Computer-Qualifizierung von Mädchen. Ziel ist es, die Hemmschwellen für junge Frauen in Technikberufen durch IT-Kurse zu beseitigen, Kursdauer sechs Monate. (swx) (Textquelle: HNA 06.03.2013)

Fotos unserer diesjährigen Jobfit-Messe finden Sie hier:

Galerie 1

Galerie 2

JOB-FIT - Das InfoMobil des Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen

Infomobil seitlich

Faszination Technik - Alles, was das (Technik-) Herz begehrt: Einsteigen und staunen

Das InfoMobil des Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen, Bezirksgruppe Nordhessen e.V., Kassel informiert am 06.03.2013 an den Beruflichen Schulen Schwalmstadt über die Ausbildungsmöglichkeiten und Berufschancen im größten Industriezweig in Deutschland. Die interessierte Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, die Metall- und Elektro-Industrie (M+E) multimedial, aber auch in praktischen Vorführungen kennen zu lernen.

Wie bringt man 138 Metall- und Elektro-Industriebetriebe zwischen Marburg, Kassel und Bad Karlshafen auf insgesamt 46 Quadratmetern unter? Das M+E-InfoMobil zeigt, wie das geht! Denn: Der aufwändig gestaltete Gelenkbus mit einem Gesamtgewicht von 22 Tonnen hat es in sich.

Im InfoMobil wird Metall- und Elektro-Industrie ganz konkret und erlebbar:

Vier Multimedia-Terminals bieten alles Wissenswerte über Deutschlands Schlüsselindustrie: von A wie Auto-Industrie bis Z wie Ziehereien präsentiert das interaktive System die Branchen mit ihren Produkten und gewerblich-technischen Ausbildungsberufen. Zudem gibt es Tipps zu Ausbildungsvoraussetzungen und zur Bewerbung. Am Ende wird ’s ganz konkret: In der „Ausbildungsdatenbank“ sind 72 Prozent aller ausbildenden M+E-Betriebe mit ihren Lehrstellen- und Praktikumsangeboten in Sekundenschnelle verfügbar inklusive Firmenporträt und Ansprechpartnern – und alles zum Ausdrucken.

Hier fliegen Späne: Zwei „CNC-Maschinen“ zeigen die Perfektion und Präzision, mit der in Deutschland Metall computergesteuert gedreht und gefräst wird. Über eine Tastatur einige Befehle selbst eingeben und schon produziert die Maschine zum Beispiel einen Würfel mit Schneeflocken-Muster. Zum Mitnehmen! Am „CAD/CAM-Arbeitsplatz“ kann man technische Zeichnungen erstellen und komplexe Bearbeitungsformen grafisch simulieren. Dann zeigt sich, ob alles richtig programmiert wurde. Und wenn nicht, gibt es nicht gleich einen Crash in der Anlage.

Das Modell einer „Fertigungsstraße“ zeigt, wie ein moderner Herstellungsprozess in der M+E-Industrie abläuft: von der Lagerhaltung über die Bearbeitung bis hin zur Qualitätskontrolle. Einen Störfall eigenhändig meistern ist eine besondere Herausforderung für die Besucher. Mit der „speicherprogrammierbaren Steuerung“ (SPS) kein Problem: Ein Monitor zeigt, was bei diesem wichtigen Vorgang der Pannenbehebung im Einzelnen passiert.

Ein Zahnradgetriebe und ein Motor-Generator sind die zusätzlichen, neuen Exponate, an denen die Besucher technische Zusammenhänge durch Ausprobieren intuitiv begreifen und die Faszination der Technik live erleben können. Und wem das noch nicht reicht, der kann auf einem Terminal an einer Personality-Show teilnehmen und erfahren, ob er für die M+E-Berufswelt geeignet. Wertvolle Tipps zur Bewerbung in den M+E-Berufe  gibt´s gratis dazu!

 

Weitere Informationen erhalten Sie beim:

Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen, Bezirksgruppe Nordhessen e. V.
Pressestelle, Frauke Syring
Karthäuserstr. 23, 34117 Kassel
Telefon: 0561 1091-323, E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Ein Profi geht von Bord - Schulleiter Karl Weinreich verabschiedet sich in den Ruhestand

Chef einer Schule werden, war das erklärte Ziel von Karl Weinreich. Nach 41 Dienstjahren als Lehrer, davon knapp sechs als Leiter der beruflichen Schulen in Ziegenhain, wurde der 63-Jährige gestern feierlich aus dem Berufsleben verabschiedet.

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Seinem Nachfolger, der noch nicht benannt ist, hinterlässt er nicht nur äußerlich ein gut bestelltes Haus: Vier Abteilungen tragen die Berufsschule in Ziegenhain. Darunter erweist sich insbesondere der sozialpädagogische wegen großer Nachfrage dieser Berufsgruppen als Erfolgsmodell und sei dabei, sich weiterhin zu vergrößern, sagte Weinreich im Gespräch mit dieser Zeitung.

Feuer an der Schule

Die energetische Sanierung der Schule in den vergangenen Jahren und in dieser Zeit die Schließung eines der Schulgebäude wegen erhöhten Asbestwerten und ein Brand, bei dem die Alarmpläne der Schule in die Kritik gerieten - das Kollegium habe sich in dieser Zeit einer großen Belastung und Problematik stellen müssen, sagt Weinrich. Wichtig war Weinreich ein weiteres Thema, dass die Schule in den Fokus rückte: Der Kampf gegen rechte Umtriebe in der Schülerschaft. Da habe sich die Schule deutlich positionieren müssen.

Einen bitteren Kelch wird der scheidende Schulleiter weiterreichen: Der demografische Prozess beschäftigt zwar die drei ähnlich strukturierten Berufsschulen im Schwalm-Eder-Kreis insgesamt, die im südlichen Landkreis sieht Weinreich allerdings am stärksten betroffen: Besuchten bei seinem Antritt im Jahr 2007 noch 1500 Schüler den Standort in Ziegenhain, so ist die Zahl inzwischen auf 1100 gesunken.

Dennoch ist die Idee eines berufliches Gymnasiums nicht vom Tisch, erklärte Weinreich. Gemeinsam mit der Homberger Berufsschule gebe es bereits ein entsprechendes Konzept, so Weinreich, das läge allerdings momentan beim Landkreis auf Eis.

Weiterhin werde die Umweltorientierung der Schule ausgebaut, sagt Weinreich, und wieder nehme man am Comeniusprogramm der Europäischen Union teil. Hinzu komme, dass die Schule auf dem Weg in die Selbständigkeit sei. Einen Prozess, denn Weinreich als sinnvoll empfindet: Schule müsse zwar keine Gewinne erwirtschaften, werde damit aber von den Organisationsstrukturen her in die Nähe wirtschaftlicher Unternehmen gerückt.

Schule verwalten, organisieren und repräsentieren hieß es in den vergangenen Jahren für den gebürtigen Rothenburger (o.d.Tauber). Und ein wenig Wehmut schwingt mit, wenn Weinreich sagt, insgesamt verlasse er die Schule in einer spannenden Zeit.

Von dem Schritt in den Ruhestand erhofft sich der dreifache Vater nicht nur mehr Zeit für die Familie und seine Hobbys, der digitalen Fotografie und dem Reisen. Er kann sich auch vorstellen, in seinem Heimatort Laubach (Landkreis Gießen) kommunalpolitisch aktiv zu werden. (HNA 26.01.13)

     =>Bilder der Verabschiedung finden Sie in unserer Bildergalerie.

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