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Schritt ins Leben

Am 23. und 24. Januar legten neun junge Auszubildende des Innungsbereichs Ziegenhain ihre Gesellenprüfung zum Kraftfahrzeugmechatroniker erfolgreich ab.

Gesellenprüfung

Bild, hintere Reihe (v.l.n.r.): Thomas Göbert (Schule), Hans-Jörg Thiel (Schule), Hans-Jürgen Grögor (Innung), Manuel Planz (Autohaus Weckesser), Pascal George (Autohaus Weckesser), Dominik Wachsmann (KFZ-Meisterbetrieb Nickel), Laurin Minor (Autohaus Schuch & Klebe), Eduard Ponamarew (Autohaus Schröder), Rudolf Pöltl (Prüfungsvorsitzender). Vorn (v.l.n.r.): Florian Rohland (KFZ-Werkstatt Häubl), Nadine Volkmer (Schwalm-Speed), Alexander Müller (Autohaus Bösser), Tim Schmerer (ATU), Wladimir Steinfeld (KFZ-Werkstatt Schmalz).

Dreieinhalb Jahre intensiver Ausbildung rund ums Auto fanden damit ihren krönenden Abschluss. Die umfangreichen Tätigkeiten am Kraftfahrzeug erfordern ein breit gefächertes Wissen von der Elektrik und Elektronik über Fahrwerks- und Karrosseriearbeiten bis hin zu Wartung, Einstellung und Pflege. Die im Rahmen der Prüfung erzielten Ergebnisse konnten sich durchaus sehen lassen. Als erfreulich hoch beurteilten die Prüfer den allgemeinen Wissensstand. Die Auszubildenden bedankten sich bei ihren Ausbildern der Betriebe und den Lehrern der Beruflichen Schulen Schwalmstadt für die Vermittlung aller erforderlicher Ausbildungsinhalte. Durch die gestreckte Prüfung, der erste Teil erfolgt nach ca. 1,5 Jahren und der zweite am Ende der Ausbildung, wäre die Prüfung auch entspannter, lautet die einhellige Meinung der frischen Gesellen. Das beste Ergebnis erzielte dabei die einzige Auszubildende Nadine Volkmer. Sie wird voraussichtlich auch die Innung beim hessischen Landeswettbewerb, bei dem die Innung in den vergangenen Jahren jeweils vordere Plätze belegen konnte, vertreten.

Ein Teil von ihnen wird direkt im Anschluss die Meisterschule in Kassel besuchen um damit die Spitzenqualifikation im Handwerk zu erwerben. Die anderen hatten bereits vor Abschluss der Ausbildung ihre weitere Beschäftigung gesichert.

BZL-News - Georg Roth wurde in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet

Verabschiedung Herr Roth

Als Mitglied des Meisterprüfungsausschusses der Handwerkskammer Wiesbaden sagte er stets zu den Prüflingen: „Jungs, denkt daran, wir alle haben auch mal auf der anderen Seite gesessen."

Nach 37 Jahren als Dozent des BZL in Lauterbach wurde Georg Roth jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Im Meisterprüfungsausschuss wird er weiter mitwirken.1951 geboren, schloss Georg „Schorsch" Roth 1970 eine Lehre zum Elektroinstallateur bei der Schrecksbacher Firma Paul Hahn ab. 1977 bewarb er sich beim BZL als Lehrlingsausbilder, wie BZL-Geschäftsführer Stefan Eisenbach bei der Verabschiedung sagte. Roth habe nicht einfach einen Job gemacht, sondern es sei ihm in jeder Hinsicht darum gegangen, seine Herausforderungen zu „meistern". Stets seien ihm die Teilnehmer der Meister-Vorbereitung schnell ans Herz gewachsen und er sei von ihnen als Vaterfigur anerkannt worden. Er habe ihnen Vertrauen und Sicherheit gegeben. In fast 4 Jahrzehnten habe Roth viele Veränderungen im BZL miterlebt, so Eisenbach. Diese habe der Dozent stets mit viel Ruhe aufgenommen und sei immer dabei geblieben, gut seine Arbeit zu machen. Obendrein habe er sich als Ortsvorsteher und als Wehrführer in Alsfeld-Schwabenrod engagiert. Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller sagte, Roth sei eine Persönlichkeit des BZL und habe seinen Schülern Perspektiven für ihren künftigen Weg mitgegeben. Der Dozent habe wesentlich dazu beigetragen, dass das BZL einen so guten Ruf habe. Die Einrichtung sei für die Stadt „sehr, sehr wichtig“. Roths 37 Jahre im Haus zeigten Treue, Verbundenheit und eine gewisse Verlässlichkeit. All das sei gerade in dieser Zeit wichtig. Roths ehrenamtliches Engagement zeuge von einer großen sozialen Kompetenz.

Heike Lang vom Betriebsrat zeigte Fotos aus dem Arbeitsleben Georg Roths. Von seinen Meisterschülern habe er Titel und Spitznamen bekommen, etwa „Godfather of Elektrotechnik Georg Roth“. Viele Jahrgänge hatten sich T-Shirts gemacht, auf denen einer der bekanntesten Aussprüche Roths gestanden habe, zum Beispiel „Ihr steht mit beide Füß‘ uff de Brems“.Michael Weber vom Vorstand der Elektroinnung des Vogelsbergkreises erklärte, er habe Roth selbst als Dozent erlebt. Ihn habe unter anderem der besondere Draht ausgezeichnet, den er zu seinen Schülern gehabt habe.Die Verdienste Roths würdigten auch Bernd Debus und Andreas Habermehl vom Meisterprüfungsausschuss, Holger Gocke von der Handwerkskammer Wiesbaden, Markus Lütkefels von Data Design Systems, Erwin Korell von den Beruflichen Schulen Schwalmstadt-Ziegenhain und Gunter Kraft von der Fa. Hager.

Zum Abschluss bedankte sich Georg Roth herzlich für die vielen anerkennenden Worte sowie für die vielen gemeinsamen Jahre im BZL. Insgesamt habe er 48 Jahre gearbeitet. Noch immer mache ihm die Arbeit Spaß, aber fast fünf Jahrzehnte seien eine lange Zeit. Sein besonderer Dank galt seiner Frau Ellen, die ihn sehr unterstützt habe.

Die Arier-Schultour am BerufsschulCampus Schwalmstadt

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Am Dienstag, den 09.12.14, besuchte die Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Filmproduzentin Mo Asumang den BerufsschulCampus Berufliche Schulen Schwalmstadt, um im Rahmen ihrer Schultour ihren mehrfach international ausgezeichneten Dokumentarfilm „Die Arier“ vorzustellen.

Schulleiter Ralf Klinder sagte in seinen Grußworten unter anderem, er wünsche sich, dass die Teilnehmerinnen und -nehmer der Veranstaltung ein Stück weit nachdenklicher über das Thema Rechtsextremismus nach Hause gehen. Nach zwei Durchgängen, mit jeweils acht Klassen der Beruflichen Schulen, lässt sich festhalten, dass diese Erwartung absolut erfüllt wurde.

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Nach einführenden Worten von Frau Asumang, sahen die Schülerinnen und Schüler, sowie Kolleginnen und Kollegen der Schule zunächst den „Arier“-Film, mit dem die Protagonistin Mo Asumang den Zuschauer auf ihre ganz persönliche Reise mitnimmt. Hierbei geht es ihr zunächst darum herauszufinden, was es eigentlich mit dem Begriff „Arier“ auf sich hat. Die Nationalsozialisten verwendeten den Begriff im Rahmen ihrer Ideologie einst für den aus ihrer Sicht reinrassigen Germanen. Aber wo hat der Begriff tatsächlich seinen Ursprung? Und was bedeutet „Arier“ nun wirklich? Ihre Spurensuche führt sie von Naziaufmärschen in Ostdeutschland, über Versammlungen von Burschenschaften, bis in den Iran.

Auf Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit stößt Mo Asumang aber nicht nur in Deutschland. In den USA trifft sie einen Radiokommentator, der seine extreme Rassenideologie öffentlich verbreitet. Und sie spricht mit Vertretern des Ku Klux Klans, die mitunter einen Menschen ermordet haben müssen, um in den berüchtigten rassistischen Geheimbund aufgenommen zu werden.

Hoffnung auf Änderung macht am Ende des Films ein Aussteiger aus der rechten Szene. Dieser berichtet von seinem inneren Wandel von einem überzeugten Neonazi hin zu einer Person, die zunächst begonnen hatte an ihrem Weltbild zu zweifeln und schließlich große Reue zeigt.

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Im Anschluss an ihren Dokumentarfilm stand Frau Asumang den Schülerinnen und Schülern für Fragen zur Verfügung. Ob sie auf den Demonstrationen der Rechtsextremen Angst vor Übergriffen auf sie und ihr Filmteam gehabt habe, wie die Reaktionen auf ihren Film waren, was ihre Intentionen waren, diesen Film überhaupt zu drehen… keine Frage blieb unbeantwortet. Auf sehr persönliche und sympathische Weise erzählte sie auch so manches aus dem Nähkästchen in Bezug auf den Film. Eben über all das was sie recherchierte, wofür aber in der Endfassung kein Platz mehr war. Und über ihre Erfahrungen, die sie außerhalb von Film und Fernsehen mit Rechtsextremismus gemacht hat, zum Beispiel während ihrer Zeit als Taxifahrerin in Berlin.

Am Ende der etwa sechsstündigen Veranstaltung, die Mo Asumang in die Nähe ihrer alten Heimatstadt Kassel brachte, hat sie ihre Botschaft an die Teilnehmer deutlich kommuniziert: Alle Menschen sind gleich. Jeder Einzelne kann etwas gegen Fremdenfeindlichkeit tun. Fortschritte können jedoch nicht mit Hass, Gewalt, Vorbehalten und Provokationen erreicht werden, sondern nur durch Menschlichkeit und Offenheit. In Gruppen sind Rechtsextreme stark. Spricht man sie jedoch persönlich an, reagieren sie häufig verunsichert und ängstlich. Es gelingt Mo Asumang schonungslos, und doch auf einfühlsame und respektvolle Weise, die Absurdität des Weltbildes Rechtsextremer aufzuzeigen. Dies gelingt ihr nicht zuletzt durch ihre große Neugier, ihrem Drang den Dingen auf den Grund zu gehen, wie sie über sich selbst sagt.

Thi/BKor

Die „Arier-Schultour“ am BerufsschulCampus Schwalmstadt

Am Dienstag, den 09.12.14, wird die Moderatorin, Regisseurin, Schauspielerin und Filmproduzentin Mo Asumang im Rahmen ihrer "Die-Arier-Schultour" den BerufsschulCampus Schwalmstadt besuchen.

In ihrem vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm "Die Arier", der in den vergangenen Monaten mehrfach auf verschiedenen Sendern des öffentlich rechtlichen Fernsehens lief, geht Frau Asumang auf Spurensuche nach dem Ursprung und der Bedeutung des Begriffs "Arier", der ursprünglich eine völlig andere Bedeutung hatte als zur Zeit des Nationalsozialismus.

Unter anderem besucht sie im Film Veranstaltungen der NPD, bei denen sie versucht mit verschiedenen Mitgliedern über deren Weltbild und Motive  ins Gespräch zu kommen. Ihre Reise führt sie in die Vereinigten Staaten, wo sie Mitglieder des gefürchteten Ku Klux Klans trifft.

Der Dokumentarfilm beeindruckt vor allem durch die sehr persönliche Annäherung Mo Asumangs an das Thema Rechtsextremismus und ihre durchweg mutige und einfühlsame Art den Dingen auf den Grund zu gehen.

Die Arier-Schultour ermöglicht Schülerinnen und Schülern mit Frau Asumang persönlich über ihren Dokumentarfilm und das Thema Rechtsextremismus ins Gespräch zu kommen.

Mo Asumang stammt aus Kassel und ist Patin im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

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