Festakt für den Neuen - Ralf Klinder wurde als Leiter der Beruflichen Schulen eingeführt

Ziegenhain. Bevor Ralf Klinder die 60 Gäste, die zu seiner offiziellen Einführung ins Amt des neuen Schulleiters der Berufsschule Schwalmstadt nach Ziegenhain am Donnerstag gekommen waren, begrüßte, ließ er Bilder und Musik sprechen. Auf der Leinwand war eine Diashow mit musikalischer Untermalung zu sehen, die zahlreich Naturaufnahmen mit Lebensweisheiten zeigte. Viele davon hängen in Klinders Büro.

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Neben den Honoratioren Regierungsoberrat Harald Persch vom Hessischen Kultusministerium, der Leitenden Schulamtsdirektorin Doris Braun-Grimmelbein und Bürgermeister Dr. Gerald Näser waren 50 Lehrer gekommen. Deren Anwesenheit sei ihm besonders wichtig, sagte Klinder. Denn an sie richteten sich seine Worte. Etwas nervös sei er. „Aber das gehört dazu“, sagte Klinder.

Doris Braun-Grimmelbein sagte, dass Klinder schon viel erreicht habe in seiner Zeit als Stellvertreter, in der er ein Jahr lang ohne Leiter die Geschicke der Schule in der Hand hielt.

Zur Amtseinführung schenkte die Schulamtsdirektorin Klinder ein Knobelspiel, bei dem es gilt, eine Holzkugel von innen nach außen aus einem Kugelgitter heraus zu manövrieren. Regierungsoberrat Persch sagte, dass die individuelle Betreuung von Schülern bei der Berufswahl immer wichtiger werde. Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen im ländlichen Raum werde in den nächsten Jahren noch stärker werden müssen, betonte Persch.

Auch Bürgermeister Näser sprach die sinkenden Schülerzahlen an. Er sei zuversichtlich, dass Klinder mit seiner zupackenden Art die kommende Aufgabe meistern werde. „Ich werde immer hinter Ihnen stehen“, sagte Näser.

Von Nina Nickoll (Quelle: HNA)

   

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Ralf Klinder ist der neue Schulleiter der Beruflichen Schulen Schwalmstadt

Ziegenhain. Ralf Klinder ist ein pragmatisch denkender Mensch. „Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war“, heißt eines seiner Lieblingszitate. Es hängt an der Wand hinter seinem neuen Schreibtisch in den Beruflichen Schulen Schwalmstadt in Ziegenhain. Das Büro bewohnt er schon, ins Amt des Schulleiters der Beruflichen Schulen wird er morgen Nachmittag in der Schule eingeführt.

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Leitspruch: Ralf Klinder muss sein neu bezogenes Schulleiterbüro an den Beruflichen Schulen in Ziegenhain noch einrichten. Dieses Bild aber hängt schon. Foto: Nickoll

„Man sollte nach einer schönen Erfahrung nicht traurig sein, dass sie vorbei ist, sondern sich darauf freuen, dass bald etwas Neues kommt“, sagt der gebürtige Sachsen-Anhalter über das Zitat. Er selbst versuchte diesen Rat zu befolgen und nutzte Chancen, wo sie sich boten.

Bevor er Lehrer wurde, war der Diplomingenieur der Luftfahrzeugtechnik jahrelang im Dienst der Bundeswehr. „Metall war immer mein Ding“, sagt der 47-Jährige. Nach fast zehn Jahren im Dienst der Bundeswehr ging er 1997 neue Wege. „Damals wurden Berufsschullehrer gesucht. Außerdem habe ich gemerkt, dass mir das Ausbilden junger Menschen Spaß macht und ich es auch ganz gut kann.“ Er begann, an der Gesamthochschule in Kassel Berufspädagogik mit den Fächern Metalltechnik und Politik zu studieren.

Das Referendariat absolvierte er in Ziegenhain an den Beruflichen Schulen. Von 2003 bis 2007 unterrichtet er dort, dann übernahm er die stellvertretende Schulleitung. Um sich für eine Leitungsfunktion fit zu machen, war er zuvor ein Jahr am Staatlichen Schulamt in Fritzlar. „Ich wollte die Verwaltungsabläufe an der Schule kennenlernen“, sagt Klinder.

In den Schwalm-Eder-Kreis kam Klinder 1993, als er zum Heeresfliegerstandort nach Fritzlar versetzt wurde. „Das war mein Wunsch, denn es war nicht so weit weg vom Harz, und die Ecke gefiel mir gut.“ Seitdem ist er im Schwalm-Eder-Kreis.

Die Liebe zur Technik lebt er heute privat aus mit seinem Motorrad, einer Harley Davidson. „Ich fahre viel, aber nur bei schönem Wetter“, sagt Klinder. Auch sei er ein Naturmensch und viel mit dem Wohnmobil in den USA unterwegs.

Die Zusage erreichte ihn im Skiurlaub im Januar. Für sein neues Amt hat er sich viel vorgenommen. „Manches sind auch höhere Ziele“, sagt Klinder. „Mein Wunsch ist es, dass wir irgendwann auch die rechtliche Selbständigkeit erreichen.“ Die Schule habe zwar heute schon ein eigenes Budget, über das sie selbständig entscheiden könne. Klinder möchte aber noch einen Schritt weiter gehen. „Bei rechtlicher Selbständigkeit wäre nicht mehr der Kreis der Träger, sondern die Schule Rechtsträger, fast wie eine Firma.“ Das ist seiner Meinung nach die Zukunft aller Schulen. „Man ist flexibler, unabhängiger und hat mehr Gestaltungsspielraum.“

Ein weiteres Anliegen sei die Weiterbildung: „Uns muss klar sein, dass wir mitunter nicht wissen, was unsere Schüler in zehn Jahren brauchen. Wir müssen ihnen aber die Fähigkeiten vermitteln, mit den sich ständig wandelnden Anforderungen in der Wissensgesellschaft umgehen zu lernen.“ Nicht auf das Faktenlernen komme es an, sondern auf das Verstehenlernen. Dazu passt ein anderes Zitat von Laotse in seinem Büro: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.“

Von Nina Nickoll (Quelle: HNA)

Wo gehobelt wird, da fallen Späne …

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Bild: Marion Mietzner, Benjamin Döring, Domenic Gompf, Helmut Hett, Adrian Schmitt und John Axt. Nicht anwesend: Giorgio Moro und Marlon Marburger.

Das Sitzmobiliar eines Kindergartens ist harten täglichen Belastungen ausgesetzt. Auch wenn die Stühle noch so stabil sind, irgendwann halten sie der Beanspruchung nicht mehr stand. So ist das auch im Kinderhaus Rappelkiste in Schwalmstadt.

Eine Ansammlung defekter Stühle konnte jetzt in Zusammenarbeit mit den Beruflichen Schulen Schwalmstadt im Rahmen eines Projektes vor der Entsorgung gerettet werden und sind nun wieder einsatzbereit. Schüler der EIBE-Klasse Fachrichtung Holz haben bei der Reparatur der Stühle Fachkompetenzen wie Leimen, Dübeln, Bohren, Maßhaltigkeit etc. erlernen können. Gleichzeitig konnte der Aspekt der Nachhaltigkeit verdeutlicht werden.

Stolz übergaben die Schüler unter Leitung von Helmut Hett der Leiterin der Rappelkiste Marion Mietzner die frisch reparierten Stühle. „Die Kinder werden es den Schülern danken“, gab sie den jungen Handwerkern dankend mit auf den weiteren Weg und freute sich über die gelungene Zusammenarbeit. (thi)

Ziegenhainer Berufsschüler spendeten 1000 Euro an Verein „Unsere Besonderen Kinder“

Ziegenhain. Die Beruflichen Schulen haben den Erlös ihres traditionellen Maronen- und Glühweinverkaufs beim Ziegenhainer Weihnachtsmarkt - 1000 Euro - zum ersten Mal an den Homberger Verein weitergegeben. Künftig soll das Geld aber nun jedes Jahr an die besonderen Kinder gehen, hieß es.

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Arbeit für einen guten Zweck: Zur Feier des Tages gab es etwas Leckeres in und aus der Schulküche. Von rechts Schulleiter Ralf Klinder, Traudel Haas, Martin Becker, Barbara Weber, Silke Köster und Uwe Dippel.

Vorsitzende Barbara Weber (Neuental) war ganz ergriffen: Über die Höhe der Spende an den Verein „Unsere Besonderen Kinder“ - 1000 Euro - wurde sie erst bei der Scheckübergabe informiert. Solch eine Summe sei für die Arbeit des Vereins sehr hilfreich.

Vorsitzende Barbara Weber unterstrich, dass der 2001 ins Leben gerufene Verein sich permanent wandeln und neue Angebote schaffen will und muss, um der Lebenswirklichkeit der mehr als 40 Familien aus dem ganzen Landkreis entgegen zu kommen. Derzeit gehören 154 Mitglieder zu dem Verein.

Die Vorsitzende schilderte, dass derzeit an der Gründung eines Jugendtreffs gearbeitet wird, um Unternehmungen wie Kino- oder Pizzeriabesuche unter jungen Leuten zu ermöglichen. An die Schüler appellierte sie, Behinderten gegenüber rücksichtsvoll aber auch aufgeschlossen zu sein: „Auch sie haben große Stärken“.

Schulleiter Ralf Klinder sagte, das Engagement von Schülern und Lehrern über das Weihnachtsmarktwochenende sei nicht selbstverständlich aber lohnend. Auch zukünftig wollten die Beruflichen Schulen sich auf diese Art und Weise einbringen.

Quelle: HNA

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