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Vom Kaufmann zum Erzieher - Wenn das Leben eine Wendung braucht

FSP2018

- Quereinstieg in den Erzieherberuf an der Fachschule in Ziegenhain-

16 Jahre alt ist Daniel Görig aus Schrecksbach, als er seine dreijährige Ausbildung zum Industriekaufmann beginnt. „Viel zu jung, um eine Entscheidung zu treffen, die mich bis zur Rente trägt“, sagt er heute. Damals jedoch will er endlich raus aus der Schule, arbeiten, Geld verdienen, eine eigene Wohnung haben. Zunächst fühlt sich das gut an, doch schon bald kommen ihm erste Zweifel, ob dies der richtige Beruf für ihn ist. Er hält durch, schließt seine Ausbildung erfolgreich ab und arbeitet knapp zwei Jahre als Einkaufssachbearbeiter. Oft denkt Daniel Görig ans Aufhören, aber der Druck ist groß. Einerseits will er seine Eltern nicht enttäuschen, andererseits ermöglicht ihm sein Gehalt ein unabhängiges Leben, das er nicht aufgeben möchte. So ringt der junge Mann wochen- und monatelang mit sich, bevor er endlich die Entscheidung trifft, „dass mein Leben eine Wendung braucht“ - er sucht die berufliche Neuorientierung. Seine Eltern bestärken ihn, als er ihnen von seinen Plänen berichtet. Bei einer Beratung zur Berufsorientierung bei der Agentur für Arbeit wird er dann auf den Beruf des Erziehers und die Fachschule für Sozialwesen in Ziegenhain am BerufsschulCampus Schwalmstadt aufmerksam. Zudem trifft er beim Fußballtraining auf einen Kumpel, der sich ebenfalls in Ziegenhain zum Erzieher ausbilden lässt und ihm Mut macht, sich bei einem Praktikum auszuprobieren. In der Kita in Schrecksbach absolviert der junge Mann schließlich ein sog. Freiwilliges Soziales Jahr und ist von der Lebendigkeit der Tätigkeit sofort begeistert. „Schnell habe ich gemerkt, dass mich diese Arbeit zufrieden macht. Es fühlt sich richtig an und ist keine Minute langweilig“, so Görig. Seit vergangenem Sommer besucht er die Erzieherfachschule in Ziegenhain und entdeckt dort, dass der Erzieherberuf vielfältig ist. „Viele denken sofort an Krippe und Kita, aber es gibt noch andere interessante Tätigkeitsbereiche, wie z.B. die Arbeit mit Menschen mit Handicap oder die Jugendhilfe“, meint Görig. Sein erstes Praktikum im Rahmen der Ausbildung absolviert er im Hort. Ihn begeistert auch die Auseinandersetzung mit der Theorie. „Es ist interessant zu entdecken, was es alles zu bedenken gibt, wenn man mit Menschen arbeitet. Man ahnt erstmal nicht, was alles an Fachwissen dahinter steckt.“ Görig möchte Menschen, die sich beruflich neuorientieren möchten, Mut machen, ihr Leben in die Hand zu nehmen und Neues auszuprobieren. „Lange habe ich mit mir gerungen. Als ich dann meinen Entschluss gefasst hatte, war vieles ganz einfach und meine Zweifel schnell verflogen.“ Die Chancen, nach der Ausbildung einen festen Job zu bekommen, stehen sehr gut. Laut Studie des Jugendverbundes Deutsches Jugendinstitut mit der Technischen Universität in Dortmund werden bis zum Jahr 2025 329.000 pädagogische Fachkräfte in Krippen, Kitas und in der Grundschulbetreuung gesucht.

Die Fachschule für Sozialwesen in Ziegenhain am BerufsschulCampus Schwalmstadt bietet die Möglichkeit zum Quereinstieg in die ErzieherInnen-Ausbildung. Bewerbungen werden jederzeit entgegen genommen; auch Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit können an der zertifizierten Fachschule eingelöst werden. Zudem kann BAföG oder auch das sog. Aufstiegs- BAföG beantragt werden. Weitere Informationen zur Ausbildung und Bewerbung können auf der Homepage (www.berufsschule-schwalmstadt.de) abgerufen oder in einem persönlichen Gespräch erfragt werden (06691/ 6051 - Simone Gläser/ Grit Staufenbiel).