Willkommenskultur am BerufschulCampus Schwalmstadt

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Zum 13. Mal begrüßen die Oberstufenschüler der Fachschule für Sozialwesen in Ziegenhain „die Neuen“ an ihrer Schule - Teil 1

Vier fröhlich lachende Studierende des Fachbereichs Sozialwesen am BerufschulCampus Schwalmstadt warten im Eingangsbereich der Bewegungshalle und strecken den eintreffenden Schülerinnen und Schülern einen Einwahlzettel hin mit der freundlichen Bitte, sich nach der Präsentation der verschiedenen Projektgruppen entsprechend einzuwählen. Im vorderen Bereich der Halle stehen Beamer und Tonanlage, rechts davon werden letzte Vorbereitungen getroffen: bunte Plakate aufgehangen, Stellwände gerückt, ein Anspiel geprobt, das Mikro gecheckt und Abläufe besprochen. Nach für nach füllt sich der große Raum, immer mehr Menschen drängen hinein, man rutscht enger zusammen, letzte Lücken werden geschlossen und schließlich sitzen knapp 150 Schülerinnen und Schüler aus den Schulformen Pusch, InteA, Sozialassistenz und Fachschule für Sozialwesen dicht an dicht zusammen, damit alle sehen und hören können, welche Projektangebote von den Erzieherinnen und Erziehern in Ausbildung vorgestellt werden. Schon hier wird spürbar - man wird sich während der Projekttage, die vom 28. bis 30. August 2017 stattfinden, näher kommen. Und dies ist auch eins von vielen anderen Zielen der Projekttage - diejenigen Schülerinnen und Schüler, die neu an der Schule sind, herzlich zu begrüßen und sie willkommen zu heißen, um die Schulgemeinschaft zu stärken.

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Insgesamt elf Projektgruppen stellen heute ihre Angebote vor und laden zur Teilnahme ein. Die Präsentationen dazu sind so verschieden, wie die Menschen, die hinter den Projekt-Ideen stehen und immer gibt es am Ende der Vorstellung einen stärkenden Applaus durch die zukünftigen Teilnehmer! Es wird auch deutlich: Das Sprechen vor 150 Menschen ist kein Alltagsgeschäft - es erfordert eine gehörige Portion Mut und manchmal auch ein bisschen Überwindung. Schnell sind sich die Schülerinnen und Schüler der neuen Unterstufen sicher, in welche Projektgruppe sie sich einwählen möchten und geben ihre ausgefüllten Zettel am Ausgang ab. Jetzt kann das Auswertungsteam aktiv werden und hier gibt es viel zu tun: Es gilt Erst-, Zweit- und Drittwunsch zu berücksichtigen. Gegen 12 Uhr sind die Listen fertig und es steht fest, wer in der übernächsten Woche an welchem Angebot teilnimmt. In jeder Projektgruppe sind Schülerinnen und Schüler aller teilnehmenden Schulformen vertreten - eine bunte Mischung eben, die Vielfalt und Lebendigkeit garantiert.

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Was kaum jemand sieht: Ähnlich wie Schreiner und Elektriker müssen auch die angehenden Erzieherinnen und Erzieher ihr „Handwerk“ erlernen. Ein für die Zielgruppe passendes, mehrtägiges Angebot zu entwickeln gehört zu den späteren Aufgaben der angehenden Fachkräfte und muss daher Schritt für Schritt geübt werden. Dazu gehört es u.a. sich eigehend mit der Klientel zu befassen und zu klären, welche Ressourcen, Bedürfnisse, Interessen und Ängste diese haben könnte. Gleichzeitig muss man diese Aspekte auch für sich selbst sowie den „Auftrag“ der Einrichtung, in der man arbeitet, durchdenken, bevor man einen „gemeinsamen Nenner“ und schließlich die „Ziele“ formulieren kann. Dies nimmt Zeit in Anspruch und so begann die eigentliche Projektarbeit bereits in der letzten Woche vor den Sommerferien. Bevor die angehenden Fachkräfte in die konkrete Vorbereitung ihrer Projekte einsteigen, sind vorab grundsätzliche Entscheidungen treffen: Mit welchen Methoden und Medien möchten wir unser Ziel erreichen? Selbstverständlich sind alle Aspekte schlüssig zu begründen und schriftlich zu fixieren. Viel (Gedanken-)Arbeit also, bevor die eigentliche Durchführung überhaupt beginnt.

In der kommenden Woche haben die Oberstufen-Klassen nun noch Zeit, ihre Angebote fertig zu planen und vorzubereiten, dann geht es in die Durchführungsphase. Wir bleiben am Ball und berichten...